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'Strategisch würde für Raiffeisen Übernahme der Polbank Sinn machen'
Die Analysten der Erste Group bleiben bei ihrer Kaufempfehlung (Kursziel 46 Euro) für die Raiffeisen Bank International (RBI), nachdem diese Spekulationen über die Abgabe eines Kaufangebots für die polnische Polbank EFG bestätigt hat. Dem Vernehmen nach sollen auch die italienische Intesa Sanpaolo, die derzeit zwar nicht in Polen aber in Ungarn, Kroatien und der Slowakei vertreten ist, sowie der französische Crédit Mutuel Angebote abgegeben haben.
"Die Polbank EFG ist allerdings nur der Markenname, mit dem die Eurobank EFG in Polen auftritt, denn rein rechtlich ist die Polbank lediglich eine Niederlassung der Eurobank EFG und keine Tochtergesellschaft, wodurch eine Übernahme etwas kompliziert werden dürfte," schreibt Analyst Günter Hohberger im "Equity Weekly" der Erste Group. Per 30. September 2010 betrug das aus Privat- und KMU-Kunden bestehende Kreditportfolio der Polbank 5,1 Mrd. Euro und lag damit exakt auf dem Niveau der Raiffeisen Bank Polska. Der Problemkredit-Anteil der Polbank liegt mit 3,3% aber deutlich unter den 6,5% der bestehenden RBI-Tochter. Dennoch fährt die Polbank seit nunmehr sieben Quartalen Verluste ein, insgesamt -25,8 Mio. Euro in den ersten 3 Quartalen 2010 vs. -39,3 Mio. Euro im Gesamtjahr 2009.
"Rein strategisch würde eine Übernahme der Polbank für die RBI durchaus Sinn machen, zumal dadurch das aus 60% Firmenkunden bestehende Kreditportfolio eine deutliche Privatkundenkomponente erfahren würde und das Filialnetz von 123 auf knapp 460 steigen würde," so Hohberger. Der Marktanteil der RBI würde von 2,3% auf 3,9% (gemessen an der Bilanzsumme) steigen und die RBI damit die Nr. 6 in Polen werden. "Für eine positive Beurteilung der Transaktion müsste aber die Polbank so rasch wie möglich schwarze Zahlen schreiben und ein entsprechender Abschlag auf den Kaufpreis erfolgen."
(red)
"Die Polbank EFG ist allerdings nur der Markenname, mit dem die Eurobank EFG in Polen auftritt, denn rein rechtlich ist die Polbank lediglich eine Niederlassung der Eurobank EFG und keine Tochtergesellschaft, wodurch eine Übernahme etwas kompliziert werden dürfte," schreibt Analyst Günter Hohberger im "Equity Weekly" der Erste Group. Per 30. September 2010 betrug das aus Privat- und KMU-Kunden bestehende Kreditportfolio der Polbank 5,1 Mrd. Euro und lag damit exakt auf dem Niveau der Raiffeisen Bank Polska. Der Problemkredit-Anteil der Polbank liegt mit 3,3% aber deutlich unter den 6,5% der bestehenden RBI-Tochter. Dennoch fährt die Polbank seit nunmehr sieben Quartalen Verluste ein, insgesamt -25,8 Mio. Euro in den ersten 3 Quartalen 2010 vs. -39,3 Mio. Euro im Gesamtjahr 2009.
"Rein strategisch würde eine Übernahme der Polbank für die RBI durchaus Sinn machen, zumal dadurch das aus 60% Firmenkunden bestehende Kreditportfolio eine deutliche Privatkundenkomponente erfahren würde und das Filialnetz von 123 auf knapp 460 steigen würde," so Hohberger. Der Marktanteil der RBI würde von 2,3% auf 3,9% (gemessen an der Bilanzsumme) steigen und die RBI damit die Nr. 6 in Polen werden. "Für eine positive Beurteilung der Transaktion müsste aber die Polbank so rasch wie möglich schwarze Zahlen schreiben und ein entsprechender Abschlag auf den Kaufpreis erfolgen."
(red)
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