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Europa-Börsen sollten fester in den Tag starten

Gute Vorgaben aus den USA dürften den EuroStoxx-50 am Donnerstag zunächst leicht stützen. Der Future auf den europäischen Leitindex stieg seit dem Handelsschluss an den europäischen Börsen am Mittwoch um 0,26 Prozent. Den britischen FTSE 100 taxierte der Broker Finspreads dagegen 0,15 Prozent schwächer.

Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,17 Prozent seit dem Xetra-Handelsschluss und auch in Asien tendierten die meisten Börsen freundlich. Der X-DAX stand als außerbörslicher Indikator gegen 8.10 Uhr um 0,20 Prozent unter dem DAX-Xetraschluss vom Vortag. Seit Freitag hat sich der deutsche Leitindex zeitweise um mehr als 8,6 Prozent erholt, nachdem Schnäppchenjäger angesichts etwas abebbender Sorgen an den Markt drängten. Der fallende Goldpreis signalisiert moderat steigende Risikofreude.

Börsianer halten nach den deutlichen Vortagesgewinnen insgesamt eine Beruhigung am Markt mit einigen Gewinnmitnahmen für möglich. Sie verwiesen dabei auf den ISM-Index für das verarbeitende US-Gewerbe am Nachmittag und vor allem auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag als weitere entscheidende Konjunkturdaten.

Unter den Einzelwerten in Europa dürften vom Index-Anbieter Stoxx bekanntgegebene Veränderungen in den Indizes für Gesprächsstoff sorgen. Die Vorzugsaktien des Autobauers VW etwa werden am 19. September in den EuroStoxx-50 aufgenommen und ersetzen dort die Papiere des französischen Industriekonzerns Alstom. Die Aktien von Inditex kommen für die der Bank Credit Agricole hinein. Auch im Stoxx Europe 50 wird es Änderungen geben.

Unternehmensseitig bleibe die Nachrichtenlage dünn und auch die Tagesvorschau verspreche keine starken Impulse, sagten Händler. Einige Studien könnten Einzelwerte bewegen: So rücken Eon und RWE mit mehreren Analystenkommentaren in den Blick. Nach Ansicht der Experten von Barclays dürften die Gewinnschätzungen der Analysten im Versorgersektor im Schnitt weiter fallen. Die Eon-Papiere stuften sie daher von "Overweight" auf "Underweight" ab. Positiv hatten sich indes laut Händlern die Analysten von Exane BNP geäußert, die den europäischen Versorgersektor von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft hätten. Die Eon-Aktien wurden bei Lang & Schwarz ein halbes Prozent tiefer gehandelt. Technologie- und Softwareaktien könnten von einer Branchenstudie der Deutschen Bank bewegt werden.

Metro sollten am Donnerstag wegen Berichten im "Handelsblatt" im Auge behalten werden. Als leichte Belastung werten Börsianer, dass die Ratingagentur Standard & Poor's nach den hohen Kursverlusten der Töchter Metro und Celesio offenbar mit einer Abstufung des Haniel-Konzerns auf "BB+" droht. Dies bedeutet einen Verlust der wichtigen Investmentgrade -Einstufung. "Der Bericht könnte Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Media-Saturn wieder anheizen", sagte ein Händler. Derweil wollte Geschäftsführer Pieter Haas noch keine Umsatz- und Ertragsziele für die neue Musikplattform "Juke" der Media-Saturn-Tochter 24-7 nennen.

(APA/dpa-AFX)