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Bauspar-Förderung: "Fekter schneidet sich ins eigene Fleisch"
Mit der geplanten Halbierung der Bauspar-Förderung schneidet sich Finanzministerin Maria Fekter (V) ins eigene Fleisch, vermutet s-Bausparkassen-Chef Josef Schmidinger. Der durch geringere Investitionen entstehende Umsatzsteuer-Entfall werde größer sein als die Ersparnis des Bundes durch die geplante Kürzung der staatlichen Bauspar-Prämien ab 2013, meinte Schmidinger im Gespräch mit der APA.
Durch die Halbierung der staatlichen Prämie könnten die Bausparinstitute statt 3,5 nur noch 3 Mrd. Finanzierungsleistung im Jahr erbringen, glaubt Schmidinger, wodurch die Finanz über den Umweg des Gewerbes um rund 100 Mio. Euro weniger Umsatzsteuer lukrieren könnte. Dies sei dann deutlich mehr als die 76 Mio. Euro, die die Regierung ab 2013 pro Jahr an Bauspar-Prämie einsparen will.
Außerdem seien dadurch 3.500 bis 5.000 Jobs in Gefahr, warnt Schmidinger, denn durch die bisherigen 3 1/2 Mrd. Finanzierung pro Jahr würden 35.000 Jobs gesichert. Primär betroffen davon sei das Baugewerbe, aber auch andere Sektoren: "Das Geld geht ja 1:1 in die Wirtschaft hinein, auch wenn es nicht unmittelbar für das Bauen oder das Haus verwendet wird", so der s-Bauspar-Generaldirektor.
Wie bekannt will die Regierung den staatlichen Zuschuss zum Bausparen ab 2013 halbieren. Künftig soll die Prämie nur mehr 1,5 bis 4 Prozent der Eigenleistung ausmachen, derzeit sind 3 bis 8 Prozent gesetzlich möglich. Wegen des allgemein niedrigen Zinsniveaus liegt die Förderung momentan an der Untergrenze. Die maximale Bausparprämie liegt bei 36 Euro im Jahr, maximal werden 1.200 Euro unterstützt. In Österreich haben rund 5,188 Mio. Menschen einen Ansparvertrag.
Der Vorsitzende des Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen (AÖB), ABV-Generaldirektor Erich Hackl, hatte bereits am Freitag vor einer Verknappung der Bauspar-Darlehen gewarnt, sollten auf der Einlagenseite wegen einer Förderkürzung weniger Mittel hereinkommen. "Eine so massive Störung des Mittelaufkommens hätte eine viel längere Störung bei den Darlehen zur Folge und wäre problematisch für das Geschäftsmodell Bausparen", so Hackl zur APA.
Wegen der doch recht überfallsartigen Kürzung der Bauspar-Prämie müssen Menschen, die heuer einen 2010, 2011 oder 2012 abgeschlossenen Bausparvertrag kündigen, die bisherigen Prämien nicht zurückzahlen, wie dies sonst eigentlich üblich ist. Dies geht aus den Erläuterungen zum Sparpaket von Freitagabend hervor.
Anders als beim Bausparen, wo die Förderung ohne Zeitlimit halbiert wird, ist die Kürzung der Zukunftvorsorge-Förderung ausdrücklich bis 2016 befristet. "Bei der prämienbegünstigten Pensions- und Zukunftsvorsorge wird der Prozentsatz von 5,5% auf 2,75% bis 2016 reduziert. Danach beträgt sie wieder 5,5 %", heißt es in den Sparpaket-Unterlagen. Und weiter: "Das heißt, basierend auf den Daten 2012 würde die Prämie 2013 nur mehr: 2,75%+1,5% = 4,25% betragen." Zum Basis-Satz, der künftig nur noch 2,75 statt 5,5 Prozent beträgt, kommt ja immer noch die jeweilige Höhe der Bauspar-Förderung hinzu. Heuer wird die Zukunftsvorsorge - bis zur Einzahlung von 1.000 Euro im Jahr - daher noch mit 8,5 Prozent oder bis zu 85 Euro gefördert, also mit 5,5 zuzüglich 3,0 Prozent. (APA)
Durch die Halbierung der staatlichen Prämie könnten die Bausparinstitute statt 3,5 nur noch 3 Mrd. Finanzierungsleistung im Jahr erbringen, glaubt Schmidinger, wodurch die Finanz über den Umweg des Gewerbes um rund 100 Mio. Euro weniger Umsatzsteuer lukrieren könnte. Dies sei dann deutlich mehr als die 76 Mio. Euro, die die Regierung ab 2013 pro Jahr an Bauspar-Prämie einsparen will.
Außerdem seien dadurch 3.500 bis 5.000 Jobs in Gefahr, warnt Schmidinger, denn durch die bisherigen 3 1/2 Mrd. Finanzierung pro Jahr würden 35.000 Jobs gesichert. Primär betroffen davon sei das Baugewerbe, aber auch andere Sektoren: "Das Geld geht ja 1:1 in die Wirtschaft hinein, auch wenn es nicht unmittelbar für das Bauen oder das Haus verwendet wird", so der s-Bauspar-Generaldirektor.
Wie bekannt will die Regierung den staatlichen Zuschuss zum Bausparen ab 2013 halbieren. Künftig soll die Prämie nur mehr 1,5 bis 4 Prozent der Eigenleistung ausmachen, derzeit sind 3 bis 8 Prozent gesetzlich möglich. Wegen des allgemein niedrigen Zinsniveaus liegt die Förderung momentan an der Untergrenze. Die maximale Bausparprämie liegt bei 36 Euro im Jahr, maximal werden 1.200 Euro unterstützt. In Österreich haben rund 5,188 Mio. Menschen einen Ansparvertrag.
Der Vorsitzende des Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen (AÖB), ABV-Generaldirektor Erich Hackl, hatte bereits am Freitag vor einer Verknappung der Bauspar-Darlehen gewarnt, sollten auf der Einlagenseite wegen einer Förderkürzung weniger Mittel hereinkommen. "Eine so massive Störung des Mittelaufkommens hätte eine viel längere Störung bei den Darlehen zur Folge und wäre problematisch für das Geschäftsmodell Bausparen", so Hackl zur APA.
Wegen der doch recht überfallsartigen Kürzung der Bauspar-Prämie müssen Menschen, die heuer einen 2010, 2011 oder 2012 abgeschlossenen Bausparvertrag kündigen, die bisherigen Prämien nicht zurückzahlen, wie dies sonst eigentlich üblich ist. Dies geht aus den Erläuterungen zum Sparpaket von Freitagabend hervor.
Anders als beim Bausparen, wo die Förderung ohne Zeitlimit halbiert wird, ist die Kürzung der Zukunftvorsorge-Förderung ausdrücklich bis 2016 befristet. "Bei der prämienbegünstigten Pensions- und Zukunftsvorsorge wird der Prozentsatz von 5,5% auf 2,75% bis 2016 reduziert. Danach beträgt sie wieder 5,5 %", heißt es in den Sparpaket-Unterlagen. Und weiter: "Das heißt, basierend auf den Daten 2012 würde die Prämie 2013 nur mehr: 2,75%+1,5% = 4,25% betragen." Zum Basis-Satz, der künftig nur noch 2,75 statt 5,5 Prozent beträgt, kommt ja immer noch die jeweilige Höhe der Bauspar-Förderung hinzu. Heuer wird die Zukunftsvorsorge - bis zur Einzahlung von 1.000 Euro im Jahr - daher noch mit 8,5 Prozent oder bis zu 85 Euro gefördert, also mit 5,5 zuzüglich 3,0 Prozent. (APA)