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US-Börsen: Unternehmenszahl zeigen wenig Wirkung

Die US-Börsen haben am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn wenig bewegt tendiert. Bis gegen 16.00 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index um 5,03 Einheiten oder 0,03 Prozent auf 14.714,43 Zähler. Der S&P-500 Index gewann 1,16 Punkte oder 0,07 Prozent auf 1.579,94 Zähler. Der Nasdaq Composite Index befestigte sich um 1,08 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.270,41 Einheiten.

Die Wall Street notierte im Frühhandel wenig verändert, da weder Konjunkturdaten noch Unternehmenszahlen für einen einheitlichen Impuls sorgen konnten. Die Spekulationen über eine mögliche weitere Herabsetzung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank wurde von jüngst schlechten Konjunkturdaten aus Europa weiter angeheizt und stütze die europäischen Märkte. Kurz vor dem Handelsstart zog der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA die Aufmerksamkeit auf sich.

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter hat sich deutlich stärker als erwartet abgeschwächt gezeigt. Im Vergleich zum Vormonat sei das Ordervolumen um 5,7 Prozent zum Vormonat geschrumpft, wohingegen Ökonomen lediglich mit einem Rückgang von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Die Berichtssaison läuft in den USA bereits auf vollen Touren, was den Fokus von den Konjunkturentwicklungen etwas entzieht. Quartalszahlen-Bekanntgaben einiger Blue Chips rückten erneut in den Mittelpunkt des Marktinteresses.

Im Auftaktquartal 2013 konnte Boeing trotz der Probleme mit seinem "Dreamliner" einen Gewinnzuwachs von knapp einem Fünftel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, auf 1,1 Mrd. US-Dollar, verzeichnen. Damit lag der Konzern über den Analystenerwartungen. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um drei Prozent auf 18,9 Mrd. US-Dollar zurück. Die Aktien des Flugzeugherstellers legten um 2,95 Prozent auf 90,78 US-Dollar zu.

Der Autohersteller Ford hatte mit dem stagnierenden europäischen Automarkt zu kämpfen. Im ersten Quartal wurde in Europa ein Vorsteuerverlust von nahezu einer halben Milliarde US-Dollar eingefahren. Der nordamerikanische Heimatmarkt führt zu einer für den gesamten Konzern weiterhin guten Entwicklung. Der Umsatz legte um zehn Prozent auf 35,8 Mrd. US-Dollar zu und der Gewinn stieg um 15 Prozent auf 1,6 Mrd. Dollar. Der Konzernchef Alan Mulally rechnet für 2013 mit einem starken Jahr. Ford-Anteilsscheine gaben 0,60 Prozent auf 13,28 US-Dollar ab.

Procter & Gamble konnte im dritten Geschäftsquartal (bis Ende März) den Gewinn um sechs Prozent auf 2,6 Mrd. US-Dollar steigern. Das laufende Sparprogramm zeichnet dafür laut dem Unternehmen hauptverantwortlich. Die Aktien des Konsumgüterkonzerns lagen 4,18 Prozent zurück und rangierten bei 78,51 US-Dollar.

Kosteneinsparungen und höhere Preise haben Whirlpool zu einem deutlichen Gewinnsprung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verholfen. Im Auftaktquartal konnte der weltgrößte Haushaltsgeräte-Hersteller einen Gewinn von 252 Mio. Dollar vermerken und erzielte damit fast den dreifachen Wert des ersten Quartals 2012. Nach einen veröffentlichten Umsatzrückgang von zwei Prozent gaben Whirlpool-Titel 5,34 Prozent auf 115,45 US-Dollar ab.

Apple hat seine Zweitquartalszahlen bereits gestern nach Börsenschluss bekannt gegeben und zum ersten Mal seit fast zehn Jahren einen Gewinnrückgang vermeldet. Mit einem Quartalsgewinn von 9,5 Mrd. US-Dollar erzielte der Technologiekonzern immer noch den vierthöchsten seiner Geschichte. Der Umsatz stieg bis Ende März um 11,2 Prozent auf 43,6 Mrd. US-Dollar an. Apple-Papiere ermäßigten sich im Frühhandel um 0,71 Prozent auf 403,06 US-Dollar.