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RBI und Erste: Fitch lässt Banken tanzen ...

Rumänien und vor allem Ungarn bleiben für Österreichs Banken der größte Risikofaktor. Zu diesem Schluß kommt die Ratingagentur Fitch in ihrem jüngsten - heute publizierten - Report zur Lage der österreichischen Banken. In Ungarn ist es vor allem die unorthodoxe Politik die den heimischen Banken auf dem Magen liegt. Bekanntlich denkt ungarische Regierung über neue Regeln im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten nach. diese könnten im Verein mit einer Finanztransaktionssteuer und und hohen Belastungen die Töchter der österreichischen Banken in die Verlustzone bringen, schreiben die Experten von Fitch. Aus ihrer Sicht trifft dies vor allem im vierten quartal 2013 bzw. im Jahr 2014 zu. Abhängig von der weiteren Entwicklung in Ungarn könnten die österreichischen Banken erstmals seit ihrem Start in dem ehemaligen Ostblockland über einen totalen Rückzug nachdenken, meinen die Analysten der Ratingagentur.

In Rumänien hat sich das operative Umfeld leicht gebessert. In diesem Markt rechnen die Analysten damit, dass die meisten Banken 2014 in die Profitabilität zurückkehren werden, wenngleich das "Recovery" auf fragilen Füssen steht.

Trotzdem sendet die Ratingagentur durchaus positive Signale in den Markt, die geeignet sind die Banken tanzen zu lassen. Die experten gehen nämlich davon aus, dass die verbesserte wirtschaftliche Situation im Heimmarkt das Risiko im Osten aufwiegt. Nicht zuletzt bleiben die Analysten für den gesamten Bankensektor Österreichs bei einem stabilen ausblick. Was Österreich betrufft weisen die Analysten daraufhin, dass in den Kreditbüchern der Banken zwar noch ein Menge Fremdwährungskredite aushaften, dies allerdings deutlich zurückgegangen sind seit die Aufsicht dies Kreditprodukte 2008 mit einem Bann belegt hat. Aktuell machen die Fremdwährungskredit rund ein Fünftel der aushaftenden Kredite aus, 2008 war es noch ein Drittel. Die Risken für die Bankbücher sind allerdings reduziert, da durch diese typischerweise in Haushalten mit einem höheren Einkommen vorkommen, die eventuelle Schwankungen der Fremdwährungskurse leichter absorbieren können. Auch die Festschreibung des Franken-Mindestkurses durch die SNB bei 1,20 trage dazu bei diese Risiken zu minimieren.

Was die Qualität der Firmenkredite betrifft sollten die Banken von der verbesserten Aussicht für das BIP-Wachstum (1,4% in 2014) profitieren. Zwar werde das Kreditvolumen- und Umsatzwachstum hierzulande noch etwas zurückstehen bis das Vertrauen zurückkehrt doch in Summe sehen die Experten durchaus lichte Moment für Österreichs Banken.

An der Wiener Börse ist die Botschaft derzeit noch nicht so richtig angekommen. Aktuelle notieren sowohl RBI als auch Erste Bank im Minus.

Relevante Links: Raiffeisen Bank International AG