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US-Börsen - Dritter Tag in Folge mit Kursgewinnen


Die US-Börsen haben am Mittwoch den dritten Tag in Folge im Plus geschlossen. Einheitlich gab es klare Kursgewinne. Unterstützung kam von guten Konjunkturdaten und deutlich steigenden Ölpreisen. Außerdem deutete das veröffentlichte Protokoll der jüngsten US-Zinssitzung auf ein langsameres Tempo bei der Zinswende hin, was den Aktienmärkten zugutekommen dürfte.

Der Dow Jones stieg um 257,42 Punkte oder 1,59 Prozent auf 16.453,83 Einheiten. Der S&P-500 Index gewann 31,24 Punkte oder 1,65 Prozent auf 1.926,82 Zähler. Der Nasdaq Composite Index legte 98,11 Einheiten oder 2,21 Prozent auf 4.534,07 Zähler zu.

In den vergangenen Wochen hatten sich Sorgen gehäuft, dass den USA eine Rezession bevorstehen könnte. Umso erfreuter wurden die guten Konjunkturdaten an der Wall Street aufgenommen: Die Erzeugerpreise im Jänner sind überraschend gestiegen und die Industrieproduktion hat unerwartet deutlich zugelegt. "Der Produktionsanstieg im Jänner ist der größte seit November 2014 und dürfte die konjunkturellen Sorgen weiter schmälern", kommentierte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. "Nach einem enttäuschenden Verlauf im vierten Quartal verbessert sich die Lage."

Zusätzliche Unterstützung kam von den im Verlauf veröffentlichten Protokollen der jüngsten Zinssitzung der Notenbank Fed. Angesichts der Konjunkturabkühlung in China und der Turbulenzen an den Finanzmärkten deuteten die Notenbanker in der Mitschrift ein langsameres Tempo bei Zinserhöhungen an. Eine Reihe von Führungsmitgliedern äußerte auf der Sitzung Ende Jänner die Sorge, dass die US-Wirtschaft durch Störfaktoren von außen in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

Auch die in den vergangenen Tagen sehr volatilen Ölpreise legten deutlich zu, was für Entspannung am Markt sorgte. Am Vortag hatten die Förderländer Russland, Saudi-Arabien, Katar und Venezuela beschlossen, ihre Produktion nicht mehr auszuweiten. Im Dow Jones notierte die Ölaktie Chevron mit einem Plus von 4,13 Prozent an der Indexspitze. Die Titel des Konkurrenten ExxonMobil schlossen mit einem Aufschlag von 0,96 Prozent hingegen etwas schwächer als der Gesamtmarkt.

Auch die Papiere von American Express blieben mit einem Plus von 0,81 Prozent etwas hinter dem Markt zurück. Der angeschlagene Kreditkartenanbieter will in den nächsten zwei Jahren seine Ausgaben um eine Milliarde Dollar senken. Damit wird auch Stellenabbau einhergehen, zu dem aber noch keine Details genannt wurden.

Im Spitzenfeld des Dow Jones schlossen hingegen die Aktien von Boeing, die um 3,32 Prozent stiegen. Der Protest des Flugzeugherstellers gegen die Auftragsvergabe für einen Langstreckenbomber an Northrop Grumman ist vom US-Rechnungshof abgeschmettert worden. Am Markt wurde dies Börsianern zufolge mit Erleichterung aufgenommen. Außerdem durfte sich Boeing über einen 1,3-Mrd.-Dollar-Auftrag der chinesischen Fluggesellschaft Okay Airways freuen.

(Forts.) dkm

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