, boerse-express

Post: Verfassungsrichter bringen die Kassen noch einmal zum Klingeln

Der Verkauf des Logistikdienstleisters trans-o-flex hinterlässt seine Spuren. Der Konzernumsatz sank im ersten Halbjahr von 1,175 auf 1,071 Milliarden Euro. Bereinigt um die Anfang April abgegebene Tochter hätte es sogar ein leichtes Plus von 0,6% gegeben. Für das zweite Quartal liest sich das folgendermassen: Umsatzerlöse gesamt: 478,3 Millionen (Q2 2015: 575,1 Millionen Euro). Umsatz im zweiten Quartal bereinigt um die trans-o-flex-Zahlen: 466,6 Millionen (Q2 2015: 456,2 Millionen) - immerhin ein Plus von 1,61 Prozent.

Was den Umsatz betrifft konnte die Post die Prognosen der Analysten nicht ganz erreichen (siehe Tabelle rechts unten). Einer Zielunterschreitung von 1,89% beim Umsatz steht allerdings eine Übererfüllung der Vorgaben beim EBITDA von 9,5% gegenüber (Erwartung: 61,9 Millionen - Ist: 67,8 Millionen). Auch beim EBIT und dem Nettoergebnis wurden die Erwartungen übertroffen. An der Wiener Börse setzte sich am Donnerstag nach einem anfänglichen Zaudern, dann doch die Meinung durch, dass die Zahlen keine Enttäuschung bergen. Die Post-Aktie am frühen Morgen noch leicht unter Wasser arbeitete sich im Laufe des Vormittages leicht ins Plus vor. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt wohl auch der Ausblick. In der heutigen Aussendung wird betont, dass die gute Performance des zweiten Quartals Anlass dazu gibt den bisherigen Ausblick beizubehalten. Konkret heißt es, dass weiterhin ein Umsatz von 2,0 Milliarden bei einem stabilen operativen Ergebnis „mit einem EBIT auf dem Niveau des Jahres 2015“ angepeilt wird.

Und last but not least trägt auch der Österreichische Verfassungsgerichtshof - so seltsam es klingen mag - zur heurigen Geschäftsentwicklung der Post bei. Wie das (?) - ganz einfach: Zur Division Brief, Werbepost und Filialen heißt es: „Während der Basistrend der E-Substitution (...) weiter anhält, lieferten Wahlen höhere Umsatzbeiträge als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.“ In Zahlen: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz in der erwähnten Division, die immerhin mehr als 78% des gesamten Postumsatzes ausmacht (ohne trans-o-flex) um 1,61% auf 366,3 Millionen Euro. Das Divisions-EBIT stieg um 4,2% auf 71,7 Millionen Euro. Da wird die, vom VfGH angeordnete, Wahlwiederholung noch den ein oder anderen Euro in der Postkasse klingeln lassen.

Relevante Links: Österreichische Post AG