Österreichische Post: Aufgeschoben heißt halt nicht aufgehoben
Morgen präsentiert die Österreichische Post ihre Zahlen zum 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Das 1. Quartal war ein starkes: Das Vorsteuerergebnis legte um 6,7 Prozent auf 54,2 Mio. Euro zu, das EBIT um 6,4 Prozent auf 54,4 Mio. Euro. Beim Umsatz gab es zwar ein Minus von 17,6 Prozent auf 488,7 Mio. Euro, das sind aber noch Nachwehen des Verkaufs der deutschen Logistiktochter trans-o-flex. Dieser Effekt läuft aber aus, da der Deal im April des Vorjahres abgeschlossen wurde. Trotzdem, die guten Zahlen waren auch dem Kalender zu verdanken. So waren im Quartalsvergleich zwei zusätzliche Kalenderwerktage zu verzeichnen und auch der späte Ostertermin wirkte sich positiv auf die Werbe- und Paketumsätze im März aus. Der späte Ostertermin wirkt sich dafür nun im 2. Quartal aus. Durch sinkende Abschreibungen und Zinsbelastungen soll sich laut Analysten dann aber wenigstens unterm Strich ein Zuwachs ausgehen - siehe Tabelle.
Etwas, das für das Gesamtjahr nicht einmal in Aussicht gestellt wird: Stabil wird etwa der Umsatz (zuletzt 1,9 Milliarden Euro ohne trans-o-flex) erwartet. Daraus folgt dann: „Die angepeilte umsatzseitige Entwicklung gepaart mit Kostendisziplin und einer effizienten Leistungserbringung sollte zu einem stabilen EBIT auf dem Niveau des Jahres 2016 führen“, heißt es im Ausblick des Quartalsberichts. Das wären dann 202,3 Mio Euro. Und damit für Analysten ein bisserl wenig: der Konsens liegt bei 215 Millionen Euro, bei einer Bandbreite von 208 bis 236 Millionen.
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