Ronaldo und Co: Fluch, aber viel mehr Segen
Bis der Tod uns scheidet… – so etwa könnte man die lebenslangen Nike-Verträge mit den größten Sportlern Lebron James (Basketball) und Cristiano Ronaldo (Fußball) beschreiben. Wie wichtig Sportler als Marken sein können, beweist der Wechsel von Ronaldo nach Juventus: In dem ersten Monat nach seiner Ankunft in Turin wurden knapp 520.000 Trikots des Portugiesen verkauft. Ronaldo dient mit seinen 350 Millionen Follower als lukrativer Marketingkanal, um neue Produkte zu präsentieren. Aber auch wie ‘gefährlich’ Sportler für die Branche sein können. „Schuhsohle gelöst: Nike-Aktie sinkt nach Verletzung von Basketballer”, so eine der Schlagzeilen vergangenen Donnerstag. College-Basketballstar Zion Williamson zog sich nach einer Panne mit einem kaputten Schuh eine Knieverletzung zu. Nachbörslich fiel der Wert des Multi-Milliarden-Konzern ganz zwei Prozent.
Aber auch unabhängig der Topathleten steht das Unternehmen aus Portland momentan gut da. Mit zahlreichen Innovationen versucht der US-Sportartikelhersteller den Abstand auf die konkurrierenden Unternehmen aus Herzogenaurach - Adidas und Puma - auszubauen. Dabei spielt der heimische Markt in den USA eine wichtige Rolle. Da die meisten Schuhe in Indonesien produziert werden, sind die Sorgen vor möglichen Importzöllen auf Güter aus China gering. Dennoch droht der Handelskrieg das Geschäft des amerikanischen Konzerns zu belasten: das China-Geschäft sorgt für einen Wachstumsimpuls und entwickelt sich zu einem wichtigen Markt. Daher können mögliche positive Ergebnisse bei den Handelsgesprächen die Aktie beflügeln. Trotz allem konnte Nike laut den letzten Quartalszahlen in seinem Heimatmarkt den Umsatz um knapp 9 Prozent steigern und erzielte einen Gewinn von 847 Millionen US-Dollar. Im Gegensatz zur Konkurrenz zahlt das Unternehmen jedoch eine geringere Dividende aus.
Dabei ist Nike kein Dividendenknauserer: Die Aktie hat in den letzten 17 Jahren jedes Jahr höhere Dividenden gezahlt - allein in den vergangenen zehn Jahren ist die Dividende von Nike um mehr als 250 Prozent gestiegen. Aber die Aktie hat einen 650-prozentigen Anstieg hinter sich und das hatte den Effekt, dass die Dividendenrendite von Nike drastisch nach unten ging.
Ein Blick auf die Analystenmeinungen zur Aktie könnte Anleger zum Nominierungsprodukt der Commerzbank als Zertifikat des Monats führen: Die Kursziele - aktueller Kurs knapp 85 US-Dollar. - reichen von 69,5 bis 103 US-Dollar, wobei der Median bei 87,5 US-Dollar liegt und damit ein Steigerungspotenzial von unter fünf Prozent attestiert. Das Nominierungsprodukt stellt eine Rendite von mehr als zehn Prozent in Aussicht (ein Nike-Kurs von 92 US-Dollar, wenn der Kurs bis Jahresende nicht auf oder unter 65 US-Dollar fällt. Wenn doch, ist’s genauso, wie wenn Sie die Aktie statt des Zertifikats gekauft hätten.
INFO Capped Bonus-Zertifikat bezogen auf Nike
ISIN: DE000CJ21TJ9
Emittent: Commerzbank
Basiswert: Nike
Produkt: Bonus-Zertifikat
Typ: Capped
Währung Produkt: Euro
Währung Basiswert: USD
Währungsgesichert: nein
Finaler Bewertungstag: 20.12.2019
Bezugsverhältnis: 1:1
Bonus-Level: 92 USD
Bonus-Rendite (p.a.): 10,6% (12,4%)
Barriere: 65 USD
Abstand zur Barriere: 23,2%