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Evonik senkt Dividende - Hält 2026 Gewinnbelebung für möglich

Der Spezialchemiekonzern Evonik senkt im weiterhin schwierigen Geschäftsumfeld die Dividende. Für 2025 sollen die Aktionäre zunächst 1,00 Euro je Anteilsschein erhalten und für die Folgejahre dann in Summe zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Auf Basis des aktuellen Kurses entspricht die in den kommenden Monaten anstehende Ausschüttung von einem Euro einer Dividendenrendite von rund sieben Prozent. Die schon lange arg gebeutelte Aktie knüpfte am Donnerstagvormittag mit einem Kursplus von knapp drei Prozent an ihren jüngsten Erholungsversuch an.

"Wir brauchen eine gute Balance zwischen einer angemessenen Erfolgsbeteiligung für die Aktionäre und der Fähigkeit, zur richtigen Zeit in die besten Zukunftsprojekte zu investieren und die Verschuldung weiter abzubauen", begründete Evonik-Chef Christian Kullmann die neue Dividendenpolitik.

Die Chemiebranche ringt schon lange mit einem schwierigen Konjunkturumfeld, zunehmender Konkurrenz aus China sowie eher hohen Strompreisen in Deutschland. 2025 sank der Umsatz von Evonik im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) fiel um neun Prozent auf 1,87 Milliarden Euro und damit in etwa wie von Analysten erwartet. 2026 peilt Kullmann hier zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro an; die mediane Analystenschätzung liegt aktuell bei gut 1,8 Milliarden Euro./mis/stk

 ISIN  DE000EVNK013

AXC0156 2026-02-05/11:19

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