Ölpreise bauen Verluste aus - Gegenbewegung nach Vortagesgewinnen
Die Ölpreise haben am Donnerstag die deutlichen Gewinne des Vortages wieder abgegeben. Nachdem die Notierungen bereits im frühen Handel unter Druck gestanden hatten, bauten sie die Verluste bis zum Nachmittag weiter aus.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 67,71 US-Dollar. Das waren 1,75 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März fiel um 1,72 Dollar auf 63,42 Dollar.
Im Blick bleiben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die zuletzt die Ölpreise mehrfach bewegt hatten. Zuletzt bestätigte der Iran, dass die für Freitag geplanten Verhandlungen stattfinden sollen. Am Mittwoch waren die Ölpreise noch gestiegen, nachdem das Nachrichtenportals "Axios" berichtet hatte, dass Gespräche zwischen den beiden Staaten noch vor dem eigentlichen Beginn von Verhandlungen in schweres Fahrwasser geraten seien. Die USA haben dem Bericht zufolge das Verlangen des Opec-Mitglieds nach Änderungen bei Ort und Format der Gespräche abgelehnt.
Am Markt wird die Lage im Iran wegen einer möglichen Ausweitung der geopolitischen Risiken auf die ölreiche Region am Persischen Golf genau beachtet. Entsprechende Befürchtungen waren zuletzt durch die Ankündigung von Gesprächen der USA mit dem Regime in Teheran gedämpft worden. Militärische Auseinandersetzungen in der Region könnten die weltweite Versorgung mit Öl zumindest einschränken.
"Der Markt ist auf die für Freitag geplanten Gespräche und die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung fokussiert", sagte Rohstoffexperte Warren Patterson von der ING Bank. Die jüngste Kursentwicklung mache deutlich, dass am Markt weiterhin große Unsicherheit über den Ausgang der Gespräche herrsche./jkr/jsl/he
AXC0262 2026-02-05/15:56