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Österreichische Staatsanleihen im Späthandel überwiegend höher / Kaum Impulse durch erwartungsgemäßem EZB-Entscheid

Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Donnerstagnachmittag überwiegend höher gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug auf 3,14 Prozent.

Der Euro-Bund-Future stieg um 0,18 Prozent auf 128,17 Punkte. Die trübe Stimmung an den Aktienmärkten stützte die Anleihekurse tendenziell etwas. Die erwartungsgemäß ausgefallene Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) wirkte sich dagegen kaum auf den Märkten aus.

Die EZB hat ihre Leitzinsen nicht angetastet. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent. Seit nunmehr fünf Sitzungen in Folge hat der EZB-Rat die Leitzinsen unverändert gelassen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte auch keine baldige Zinsveränderung in Aussicht. Sie verwies jedoch auf eine große Unsicherheit.

"Für konstante und nicht weiter sinkende Leitzinsen spricht insbesondere die konjunkturelle Entwicklung", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die deutschen Auftragseingänge lassen darauf schließen, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr Schwung holt und höhere Wachstumsraten verbuchen wird. Eine Lockerung der Geldpolitik ist aus diesem Blickwinkel nicht erforderlich.

Im Dezember waren die Auftragseingänge unerwartet und deutlich gestiegen. Analyst Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg sprach von einem "Auftragsboom" zum Jahresende.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung
2 Jahre     2,15   2,13        0,02
5 Jahre     2,57   2,59       -0,02
10 Jahre    3,14   3,16       -0,02
30 Jahre    3,83   3,86       -0,02

spa/sto

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