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Wiener Börse - ATX schließt mit Gewinnen / Heimischer Leitindex legt 0,51 Prozent zu

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Die Wiener Börse hat sich am Freitag mit Gewinnen aus dem Handel verabschiedet. Der ATX legte zum Wochenausklang 0,51 Prozent auf 5.665,53 Punkte zu. Unter der Woche hatte der heimische Leitindex erstmals die Marke von 5.700 Zählern überschritten. Der mehr Aktien umfassende ATX Prime schloss 0,44 Prozent im Plus bei 2.813,77 Einheiten. An anderen europäischen Börsen wurden zumeist ebenfalls Gewinne verzeichnet.

Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher sieht die Inflation in Österreich deutlich auf dem Rückzug und kündigt eine Senkung der OeNB-Prognose an. Trotz der sinkenden Inflation rechnet er nicht mit einem sofortigen Anspringen des Konsums. Die Stimmung sei weiterhin gedrückt, da sich das Preisniveau in den letzten Jahren "massiv erhöht" habe.

In den USA ist das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima im Februar laut einer ersten Schätzung stärker als erwartet gestiegen. Verbessert hat sich Beurteilung der aktuellen Lage durch die Verbraucher. Die Erwartungen gaben hingegen etwas nach.

Belastet wurde der heimische Leitindex am Freitag unter anderem von den Andritz-Aktien, die nach vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2025 um 6,85 Prozent nachgaben. Der Auftragseingang stieg von 8,3 Mrd. auf 8,9 Mrd. Euro, der Umsatz aber sank um gut 5 Prozent auf 7,9 Mrd. Euro, wie der steirische Maschinen- und Anlagenbauer mitteilte. Die vergleichbare EBITA-Marge betrug trotz des Umsatzrückgangs im vergangenen Jahr 8,9 Prozent. Erste Group Research hatte eine Marge von 8,7 Prozent erwartet. Analyst Daniel Lion von der Erste Group sprach von einem erwartungsgemäßen Auftragseingang, lobte aber die Margenentwicklung. Auch der Margenausblick treffe seine Erwartungen.

Die Erste Group Research berichtet außerdem von Mayr-Melnhof, die eine prognostizierte nicht zahlungswirksame Wertminderung der Vermögenswerte in der Höhe von 65 bis 75 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025 bekannt gegeben haben. Die Analysten betrachten diese Bekanntgabe "eindeutig als negativ". Der Geschäftsbereich Board & Paper von Mayr-Melnhof steht seit mehreren Quartalen unter Druck, belastet durch anhaltende Überkapazitäten, schwache Preise und wiederkehrende EBIT-Verluste sowohl im Geschäftsjahr 2023 als auch im Geschäftsjahr 2024. Die Mayr-Melnhof-Aktie verlor 2,02 Prozent.

Zudem gaben die Werte von Bajaj Mobility um 3,49 Prozent nach. Bei der KTM-Mutter wurde am Donnerstag die Einigung auf einen Sozialplan bekannt. Rund 500 KTM-Beschäftigte sollen gekündigt werden, die ersten Kündigungen sollen bereits übernächste Woche erfolgen. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen laut der Gewerkschaft GPA neben regulären Beendigungsansprüchen zusätzliche finanzielle Leistungen erhalten. 420 der entlassenen KTM-Arbeitnehmer sollen dabei mit 1,8 Millionen Euro aus Brüssel beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt werden. Das hat die EU-Kommission am Freitag vorgeschlagen.

Verluste gab es auch für die Aktien von Austriacard Holdings (2,57 Prozent) und dem Flughafen Wien (2,17 Prozent).

ATX-Topperformer waren Verbund mit einem Plus von 3,45 Prozent. Der heimische Stromkonzern hatte am Donnerstag um 2,94 Prozent nachgegeben. Auch die Werte von EVN stiegen um 0,69 Prozent. Gut gesucht waren auch die Werte von Do&Co mit plus 3,22 Prozent und Porr mit plus 2,95 Prozent.

Bei den schwergewichteten Bankenwerten stiegen Erste Group um 1,13 Prozent, BAWAG um 0,81 Prozent sowie RBI um 1,2 Prozent. Die Analysten der Baader Bank haben ihre Einstufung für die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) in Reaktion auf die gemeldeten Viertquartalszahlen von "sell" auf "add" verbessert. Das Kursziel des Baader-Analysten David Grinsztajn liegt bei 48,1 Euro. Zum Handelsschluss notierten die RBI-Aktien zum Handelsschluss mit 42,02 Euro.

rst/mik

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