ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Wenig Bewegung wegen Feiertagen in USA und China
Ohne Impulse von den wichtigen
Aktienmärkten Chinas und der Vereinigten Staaten hat sich an Europas
Börsen zum Wochenauftakt nicht viel getan. Der EuroStoxx 50
als Leitindex für die Eurozone schloss am Montag mit
0,11 Prozent im Minus. Mit 5.978,88 Punkten zum Schlusskurs konnte
das Börsenbarometer die runde Marke von 6.000 Zählern nur
vorübergehend überwinden.
An den Börsen Chinas, Südkoreas und der USA wurde feiertagsbedingt
nicht gehandelt. Damit fehlten den europäischen Handelsplätzen
sowohl Impulse als auch Börsenumsätze.
Außerhalb der Eurozone schnitten die Börsen am Montag etwas besser
ab: So stieg der britische Leitindex FTSE 100 um 0,26
Prozent auf 10.473,69 Zähler. Der schweizerische SMI
konnte den jüngsten Rekordlauf fortsetzen, er stieg um 0,41 Prozent
auf 13.656,00 Punkte.
Gefragt waren am Montag vor allem die Aktien aus dem Bankensektor,
deren Teilindex sich um 1,4 Prozent vom Tief seit der
Vorweihnachtszeit erholte. Im EuroStoxx legten neben Santander
auch Unicredit , BNP Paribas
, ING und Nordea zu. Die
Augen blieben hier auf den Anleihemarkt gerichtet, wo die Zinsen
weiter nachgaben. Ein niedriges Zinsniveau gilt tendenziell als
positiv für Banken. An der Indexspitze legten L'Oreal
um 3,4 Prozent zu. Sie erholten sich von einem Kursrutsch am
Freitag, ausgelöst von einem enttäuschenden Wachstum des
Kosmetikkonzerns im vierten Quartal. Analysten von UBS und Barclays
Bank blieben am Montag aber optimistisch gestimmt. Guillaume Delmas
von UBS verwies auf überzeugende Investitionsargumente.
Zu den Verlierern zählte der Rohstoffsektor, dessen Index 0,6
Prozent verlor und weiter unter dem jüngst erreichten höchsten Stand
seit 2008 konsolidierte. In London gehörten die Titel von Rio Tinto
und Glencore mit bis zu 1,1 Prozent zu
den Verlierern, während die Metallpreise zu Wochenbeginn etwas
nachgaben.
Begehrt waren in London dagegen Rüstungswerte wie BAE Systems
, Babcock und Qinetiq
mit Anstiegen um bis zu 3,6 Prozent. Analyst David Perry von
JPMorgan verwies auf Spekulationen, dass sich die britische
Regierung mit einer Erhöhung des Verteidigungsbudgets beschäftige.
Er nannte die drei Unternehmen als potenzielle Profiteure - vor
allem Babcock nach einem Kursrutsch in der Vorwoche.
Titel des Baukonzerns ACS erreichten im Madrid nach
einer Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies mit einem Anstieg
um fast 5 Prozent ein Rekordhoch. Analyst Graham Hunt sieht in den
Spaniern einen großen Profiteur des Baus von Rechenzentren.
Zu den Verlierern zählten die Aktien der Reederei Moller-Maersk
mit 1,3 Prozent Minus. Für Gesprächsstoff in dieser
Branche sorgte, dass der Konkurrent Hapag-Lloyd
Übernahmegespräche mit der Reederei ZIM aus Israel führt.
Hapag-Lloyd büßten mehr als 7 Prozent ein./bek/he