ROUNDUP 2: Verletzte nach ukrainischem Angriff - Raketenwerk getroffen?
Bei einem ukrainischen Luftangriff auf die für ihre Rüstungsbetriebe bekannte russische Republik Udmurtien sind nach Behördenangaben mindestens elf Menschen verletzt worden. Drei Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte in der Hauptstadt Ischwesk der regionale Gesundheitsminister der Republik, Sergej Bagin, bei Telegram mit.
Der ukrainische Generalstab teilte mit, es seien wichtige Objekte des militärisch-industriellen Komplexes und der Logistik des Feindes getroffen worden. Bei dem Angriff wurden demnach Marschflugkörper des Typs Flamingo eingesetzt. Ziel sei ein für die Herstellung von Interkontinentalraketen und Raketen der Typen Kinschal, Iskander und Oreschnik wichtiger Rüstungsbetrieb in der Stadt Wotkinsk rund 50 Kilometer nordöstlich von Ischewsk gewesen. Bewohner in der Region westlich des Uralgebirges veröffentlichten auch Aufnahmen in sozialen Netzwerken von einem Brand und Schäden.
Angriffe gab es dem ukrainischen Generalstab zufolge auch auf der von Russland schon 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Dort seien Wachschiffe und Flugzeuge Ziele gewesen, hieß es. Das Ausmaß der Schäden dort wie in Udmurtien werde noch geprüft, hieß es.
Das russische Verteidigungsministerium teilte zwar mit, dass die Flugabwehr unter anderem 5 Flamingos und mehr als 170 Drohnen abgeschossen habe. Zu Schäden oder den genauen Orten machte das Ministerium wie fast aber immer keine Angaben.
Republikchef spricht von Schäden und Verletzten
Zuvor hatte der Chef der Republik Udmurtien, Alexander Bretschalow, berichtet, dass ein Objekt mit Drohnen angegriffen worden sei. Die Marschflugkörper erwähnte er nicht. Er sprach von Schäden und Verletzten. Details nannte er nicht - auch nicht den genauen Ort. In der Hauptstadt Ischewsk gab es wegen Luftalarms auf dem Flughafen zeitweilig keine Starts und Landungen.
Hingewiesen wurde in ukrainischen Kommentaren auch darauf, dass die Rüstungsfabrik in Wotkinsk rund 1.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liege - und der Angriff ein weiterer Beweis dafür sei, dass Kiew die Fähigkeiten habe, folgenreiche Gegenschläge tief im russischen Hinterland auszuführen.
Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Am kommenden Dienstag (24. Februar) ist der Jahrestag des Beginns der Invasion./mau/DP/zb
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