ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Iran-Krieg sorgt für Druck - Ölpreis im Fokus
Der Iran-Krieg hat die Aktienmärkte in Europa am Montag unter Druck gebracht. Besonders deutlich sackten vor allem Tourismusaktien ab. Die Öl- und Gasbranche profitierte hingegen von kräftig steigenden Öl- und Gaspreisen.
Der EuroStoxx 50
Am Wochenende hatten die USA gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen. Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei wurde getötet. Derzeit werden weiter Ziele im Iran angegriffen, während Teheran mit Gegenschlägen auf Israel und andere Länder antwortet, was Sorgen vor einem Flächenbrand in Nahost weckt.
Der Ölpreis schoss entsprechend in die Höhe, denn mit dem Iran-Krieg steht erneut die Straße von Hormus im Fokus. Iran hat dort den Schiffsverkehr eingeschränkt. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Handel mit Öl und Gas. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf.
Brent-Öl erreichte zeitweise den höchsten Stand seit Juli 2024, US-Öl WTI den höchsten Stand seit Juni 2025. Im Sommer vergangenen Jahres hatte das US-Militär bereits Anlagen des Iran angegriffen.
"In Anbetracht der stark steigenden Energiepreise hätten die Kursverluste rund um den Globus durchaus höher ausfallen können", resümierte Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Investoren schauen ihm zufolge nun darauf, wie lange das höhere Preisniveau anhalten und wie sich das Währungspaar Euro/Dollar weiter entwickeln werde.
Der Stoxx Europe 600 Travel & Leisure
JPMorgan-Analyst Matthew Lofting hob die Bedeutung der Straße von
Hormus hervor und schrieb, dass Anleger im Energiebereich aktuell
insbesondere auf Unternehmen mit hohem Ölpreis-Hebel setzen sollten.
Er sieht vor allem Rückenwind für Eni und TotalEnergies und hob sein
Anlageurteil für beide auf "Overweight". In London ging es für BP
Stark profitierten auch Rüstungswerte, wie etwa BAE Systems
Im Tourismussektor sackte die Aktie des größten europäischen
Reiseveranstalters Tui
Im Blick stand zudem das Papier von Smith & Nephew
ISIN GB0001383545 EU0009658145 CH0009980894
AXC0351 2026-03-02/18:59
Relevante Links: BAE Systems plc, Smith & Nephew plc, Air France-KLM S.A., Eni S.p.A., International Consolidated Airlines Group SA, Renault S.A., Stellantis N.V., BP plc, TUI AG, Shell plc, easyJet plc, TotalEnergies SE