Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis etwas höher bei 87,62 Dollar / Goldpreis legte etwas auf 5.165 Dollar zu
Die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten beruhigen die Ölpreise. Nachdem die Notierung für die Sorte Brent zu Beginn der Woche wegen des Iran-Kriegs zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen war, bewegen sich die Preise wieder auf geordneten Bahnen. Am Dienstagvormittag notierte ein Barrel (159 Liter) Brent bei 87,62 Dollar und damit etwas höher als zum Vortagesschluss (86,12 Dollar).
Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg um 4,04 Prozent auf 82,22 Dollar. Angeregt wird der Preis von Donald Trumps Ankündigung, den Krieg mit dem Iran schnell beenden zu wollen. Insidern zufolge erwägt Trump zudem Maßnahmen zur Marktberuhigung. Dazu könnten eine Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland sowie die Freigabe strategischer Reserven gehören.
Marktteilnehmer warnen allerdings vor zu viel Optimismus. "Es bleibt abzuwarten, wie der Iran auf die Ankündigungen von US-Präsident Trump reagieren wird", so Analystin Christina Henke vom Broker IG Markets. "Kommt es zu weiteren Angriffen auf die Ölinfrastruktur der Golfstaaten oder zu einem Einlenken Teherans. Im erst genannten Szenario könnte sich der Konflikt ungewollt verlängern."
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist weiter gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat mitteilte, betrug der Korbpreis am Montag 115,54 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 96,33 Dollar am Freitag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis konnte wieder etwas zulegen. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 5.164,72 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,53 Prozent mehr als am Montagabend.
moe/ger