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Homan: ICE soll an Flughäfen Sicherheitspersonal entlasten

In den USA sollen Beamte der Einwanderungsbehörde ICE ab Montag auch an Flughäfen im Einsatz sein - und dabei nach Angaben des zuständigen Grenzschutz-Kommandeurs vor allem das Sicherheitspersonal entlasten. "Wir sind lediglich dazu da, der TSA bei ihrer Arbeit in Bereichen zu helfen, in denen ihr spezielles Fachwissen nicht benötigt wird", sagte Tom Homan in der CNN-Sendung "State Of The Union". Dies solle der Transportation Security Administration (TSA), die an Flughäfen für die Sicherheitskontrolle von Passagieren verantwortlich ist, schnellere Abfertigungen ermöglichen.

Homan fügte an, dass ICE-Mitarbeiter keine Röntgenscanner bedienen sollten. Mit diesen wird für gewöhnlich Handgepäck überprüft. "Sie sind nicht dafür ausgebildet", sagte er. Es gebe aber Aufgaben, die ICE übernehmen könne, um die TSA-Beamten von weniger wichtigen Aufgaben zu entlasten - "etwa die Überwachung von Ausgängen". Den genauen Plan wolle er noch am Sonntag mit der Flughafen-Sicherheit erarbeiten.

Am Samstag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass die umstrittene Behörde am Montag an US-Flughäfen eingesetzt werden soll. Ob es sich dabei um eine flächendeckende Maßnahme handelt oder nur bestimmte Airports unterstützt werden sollten, war unklar - ebenso, wie lange der Einsatz dauern soll.

In den USA staut es sich seit Tagen an den Flughäfen des Landes. Passagiere etwa in Atlanta oder Houston warteten auch am Sonntag stundenlang auf die Sicherheitskontrolle. In den vergangenen Tagen hatten Passagiere trotz genügend Pufferzeit ihre Flüge verpasst. Wegen der seit Mitte Februar andauernden Haushaltsblockade für das Heimatschutzministerium werden die TSA-Beamten derzeit nicht bezahlt, viele haben sich daraufhin krankgemeldet. Demokraten und Republikaner schieben sich seither gegenseitig die Schuld zu. Sowohl ICE als auch TSA sind dem Ministerium untergestellt./ngu/DP/nas

AXC0038 2026-03-22/18:54

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