dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende
BASF-Chef: China-Investition lohnt sich später als geplant
FRANKFURT - Wenige Tage vor der Eröffnung eines neuen Chemiewerks in
China räumt BASF-Chef Markus Kamieth ein, dass sich
diese Milliardeninvestition für den Konzern später als geplant
lohnen wird. "Wir starten in einem überversorgten Markt, in dem die
Preise und Margen auf einem historisch niedrigen Niveau liegen",
sagte Kamieth der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Die
Profitabilität wird in den ersten Jahren daher deutlich unter dem
sein, was wir uns ursprünglich vorgestellt hatten."
Rheinmetall will Fregatten-Bau für Marine beschleunigen
HAMBURG - Der Rüstungskonzern Rheinmetall rechnet mit
einem zügigen Neustart beim verspäteten Bau der Fregatten vom Typ
F126 für die Marine. "Wir gehen davon aus, dass wir die Fregatte
F126 im Sommer als Generalunternehmer unter Vertrag bekommen", sagte
Tim Wagner, Chef der neu geschaffenen Division Maritime Systems bei
Rheinmetall, der "Welt am Sonntag". "Wir wollen die Durchlaufzeiten
beschleunigen und die erste der sechs geplanten Fregatten im zweiten
Halbjahr 2031 abliefern." Es liefen Gespräche mit dem Bundesamt für
Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.
Pötsch bleibt VW-Chefkontrolleur - Und Chef der Holding Porsche SE
WOLFSBURG - Hans Dieter Pötsch soll oberster Kontrolleur des
Volkswagen -Konzerns bleiben. Der
Nominierungsausschuss des VW -Aufsichtsrats schlug den
74-Jährigen zur Wiederwahl vor, wie das Unternehmen mitteilte.
Dieser Vorschlag wird dem Aufsichtsrat in seiner kommenden Sitzung
vorgelegt, am 18. Juni soll die Hauptversammlung darüber
entscheiden.
Hornbach Holding schafft eigene Jahresprognose
BORNHEIM/PFALZ - Der Baumarkt- und Baustoffkonzern Hornbach Holding
hat im Geschäftsjahr 2025/2026 auf Basis vorläufiger
Zahlen seine eigenen Ziele erreicht. Gestiegene Kosten machten sich
aber im vierten Quartal beim Ergebnis bemerkbar. Der Umsatz sei im
Geschäftsjahr um 3,8 Prozent auf 6,434 Milliarden Euro gestiegen,
wie das SDax-Unternehmen am Freitagabend in Bornheim
(Pfalz) mitteilte. Angepeilt hatte der Konzern einen Wert auf oder
leicht über dem Vorjahresniveau von 6,2 Milliarden Euro.
1&1-Chef Dommermuth schließt Verkauf an Telefonica aus
BERLIN - Ralph Dommermuth hat Spekulationen über einen Verkauf des
vierten deutschen Mobilfunknetzes 1&1 eine klare
Absage erteilt. ?An den Gerüchten ist nichts dran, es gibt keinen
Dialog mit Telefonica ", sagte der Gründer und Chef
von United Internet und 1&1 in einem Interview mit
"Welt am Sonntag". Einen Verkauf plane er nicht: "Mein Team und ich
kämpfen seit vielen Jahren hart. Wir gehen einen steinigen Weg. Das
machen wir nicht, um mittendrin die Schlüssel abzugeben.
Plötzliches Aus für BVB-Ikone: Kehl nicht mehr Sportdirektor
DORTMUND - Über seine Kaderplanungen für Borussia Dortmund
durfte Sebastian Kehl nach der irren Aufholjagd gegen
den Hamburger SV noch sprechen. Wenige Stunden später war die
BVB-Clubikone am Sonntag seinen Job als Sportdirektor aber los. Nach
24 Jahren als Spieler und Funktionär muss der 46-Jährige Dortmund
verlassen, und das sofort.
SAN FRANCISCO - Tech-Milliardär Elon Musk hat in einem Prozess um
sein Vorgehen bei der Übernahme von Twitter eine Niederlage
erlitten. Geschworene eines Bezirksgerichts in San Francisco kamen
zu dem Schluss, dass Musk im Jahr 2022 mit zwei irreführenden
Äußerungen ein Wertpapiergesetz verletzt hatte. Da das den
Aktienkurs drückte, könnte er verpflichtet werden, damaligen
Anteilseignern eine hohe Wiedergutmachung zu zahlen. Musk äußerte
sich zunächst nicht zu dem Urteil - er könnte dagegen in höherer
Instanz in Berufung gehen.
United Airlines kürzt Flugplan wegen hoher Spritpreise
CHICAGO - Die US-Fluggesellschaft United Airlines
kürzt nach dem drastischen Anstieg der Spritpreise durch den
Iran-Krieg ihren Flugplan. Insgesamt würden rund fünf Prozent der
für dieses Jahr geplanten Kapazitäten zeitweise stillgelegt,
kündigte Firmenchef Scott Kirby an. United stelle sich aktuell
darauf ein, dass der Erdölpreis auf 175 Dollar (151 Euro) pro Barrel
steigen und nicht vor Ende 2027 unter die Marke von 100 Dollar (86
Euro) pro Barrel sinken werde. Zugleich sei möglich, dass es nicht
so schlimm kommen werde, schränkte Kirby ein.
Beben bei Audi: Formel-1-Teamchef geht
NEUBURG AN DER DONAU - Das neue Formel-1-Werksteam von Audi muss
sich schon nach zwei Saisonrennen einen neuen Teamchef suchen. Der
Brite Jonathan Wheatley werde den Rennstall mit sofortiger Wirkung
verlassen, teilte der Autobauer mit. Mattia Binotto, Leiter des
Formel-1-Projekts von Audi, werde nun auch die Aufgaben des
Teamchefs übernehmen. Der 56-Jährige war auch schon Teamchef bei
Ferrari und setzte seinerzeit die Trennung von Sebastian Vettel
durch.