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Ölpreise steigen - Trump setzt Ultimatum und Goldman Sachs erhöht Preisprognose

Die Ölpreise haben am Montag mit einem weiteren Preisanstieg auf das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran reagiert. Rohöl der Sorge Brent mit Lieferung im Mai wurde am Morgen bei 113,45 US-Dollar gehandelt und damit mehr als ein Prozent höher als am Freitag. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran hat sich Rohöl aus der Nordsee etwa 57 Prozent verteuert.

Trump hatte in der Nacht zum Sonntag (MEZ) mit der Zerstörung von Energieanlagen im Iran gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Der Iran reagierte unmittelbar und drohte mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen sollten. Zuletzt hatte der Iran einigen ausgewählten Handelsschiffen die Durchfahrt durch die für den Ölhandel wichtige Meerenge erlaubt.

Marktbeobachter sprechen von einer wachsenden Unsicherheit von Anlegern am Ölmarkt durch die uneinheitliche Kommunikation des US-Präsidenten im Iran-Krieg. Kurz vor seinem Ultimatum an den Iran hatte Trump noch erklärt, er erwäge, die US-Militäreinsätze zu reduzieren.

Unterdessen geht die US-Investmentbank Goldman Sachs davon aus, dass die Ölpreise für einen längeren Zeitraum auf einem hohen Niveau bleiben dürften. In einer aktuellen Studie wird für die Monate März und April mit einem durchschnittlichen Preis für Rohöl der Sorte Brent von 110 Dollar je Barrel gerechnet. Ende des Jahres erwartet Goldman Sachs einem Preis für Brent-Öl von 80 Dollar je Barrel. Zuvor hatten die Rohstoffexperten von Goldman Sachs für das vierte Quartal nur mit einem Preis von 71 Dollar gerechnet. In ihrer Studie gehen sie von einer längeren Unterbrechung der Öllieferungen aus den Fördergebieten am Persischen Golf aus./jkr/stk

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