AKTIEN IM FOKUS: Immobilienwerte leiden besonders unter Inflationsrisiken
Europäische Immobilienaktien haben am Montag mit einer weiteren Talfahrt zu den größten Verlierern im sehr schwachen Gesamtmarkt gezählt. Sie stehen wegen der Inflationsrisiken durch die hohen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs besonders deutlich unter Druck.
Das Branchenbarometer Stoxx Europe 600 Real Estate
Größter Dax
"Je länger die Rohölpreise auf hohem Niveau bleiben, desto mehr werden die Zentralbanken in die Ecke gedrängt", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. Damit weiche die Aussicht auf Zinssenkungen zunehmend einer drohenden Straffung der Geldpolitik - nicht wegen eines starken Wirtschaftswachstums, sondern angesichts der hartnäckigen Inflation. Dies führe zu einer gefährlichen Stagflation - also einer Kombination aus wirtschaftlicher Schwäche bei gleichzeitig steigenden Preisen.
Vor diesem Hintergrund deutet Innes die steigenden Anleiherenditen nicht als Zeichen von Zuversicht, sondern als Stresssignal. Der Anstieg gerade bei kurz laufenden Papieren deute darauf hin, dass der Markt die Währungshüter zunehmend unter Druck sehe, mit höheren Zinsen auf die Inflation zu reagieren. Bei länger laufenden Anleihen sieht es nicht besser aus: Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erreichte zuletzt den höchsten Stand seit dem Jahr 2011. Diese Entwicklung ist Gift für Immobilienaktien, da sie die Finanzierungen verteuert./gl/ag/men
ISIN DE0008303504 GB0001367019 DE000LEG1110 DE000A1ML7J1 CH0024505783
AXC0129 2026-03-23/11:55
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