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Aktien New York Ausblick: Lage in Nahost stimmt erneut vorsichtig

Anleger an den US-Börsen dürften angesichts der undurchsichtigen Lage im Iran-Krieg am Dienstag an der Seitenlinie bleiben. Die Ölpreise, die tags zuvor deutlich zurückgegangen waren, stiegen erneut. Gold setzte den zehnten Tag in Folge seinen Abwärtstrend fort.

Die Kämpfe in Nahost gehen weiter, und am Markt werden hinter die jüngsten Aussagen des US-Präsidenten wieder zunehmend Fragezeichen gesetzt. Donald Trump hatte am Vortag ein Ultimatum an den Iran verschoben und von "produktiven" Gesprächen mit dem Kriegsgegner gesprochen. Der Iran dagegen dementierte Verhandlungen zur Beendigung des Krieges.

Nach Erholungsgewinnen am Vortag taxierte der Broker IG den bekanntesten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor dem Börsenstart 0,3 Prozent tiefer auf 46.085 Punkte. Der überwiegend mit Technologiewerten bestückte Nasdaq 100 wurde von IG ebenfalls 0,3 Prozent tiefer errechnet und damit auf 24.117 Punkte.

"Es ist unklar, wie weit die diplomatischen Kontakte der USA in die neuen Strukturen des iranischen Regimes reichen und ob überhaupt ernsthafte Gespräche stattfinden", kommentierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank die Lage. Er hält es obendrein für möglich, dass Saudi-Arabien ebenfalls zu einer aktiven Kriegspartei werden könnte, was eine weitere Eskalation bedeuten würde.

Wie Stanzl gibt es derzeit an den Börsen weltweit zahlreiche Marktbeobachter, Strategen, Analysten und Händler, die derzeit die Vielzahl möglicher Entwicklungen im Nahost-Konflikt vor Augen haben und sie abwägen. Eines befürchten allerdings so ziemlich alle: Sollte der Krieg länger dauern, dürfte dies einer wieder stärkeren Inflation Vorschub leisten und zu steigenden Zinsen führen.

Unter den Einzelwerten legte die Aktie der Jefferies Financial Group vorbörslich um knapp 6 Prozent zu. Die "Financial Times" berichtete, dass die japanische Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) an Plänen für eine mögliche Übernahme der US-Bank arbeitet.

Netgear sprangen um knapp 12 Prozent hoch, nachdem die US-Telekommunikationsaufsicht (FCC) ein Importverbot für neue Modelle ausländischer WLAN-Router für Endverbraucher verhängt hat. Hintergrund sind dem Vernehmen nach Sorgen vor Cyberangriffen aus China. "Obwohl China in der Anordnung nicht namentlich erwähnt wird, ist die Richtung klar, und die Latte für die künftige Vorgehensweise der USA im Umgang mit vernetzten Geräten wird höher gelegt", sagte Craig Singleton, Experte bei der US-Denkfabrik Foundation for Defense of Democracies (FDD).

Um 1,8 Prozent ging es zudem für Ralph Lauren nach oben, denn die Citigroup empfiehlt die Aktie des Modedesigners nach einem neutralen Anlageurteil nun zum Kauf. Analyst Paul Lejuez verwies auf die Anstrengungen zur Markenstärkung, was zu einer starken Geschäftsentwicklung beigetragen habe. Das laufende vierte Geschäftsquartal 2025/26 dürfte ihm zufolge die Erwartungen übertreffen. Er hob zudem auch seine Schätzungen für das neue Geschäftsjahr 2026/27 an./ck/stk

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0191 2026-03-24/13:24

Relevante Links: Jefferies Financial Group Inc, Netgear Inc., Sumitomo Mitsui Financial Group, Ralph Lauren Corp.

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