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Ungarn: Erdrutschsieg für Oppositionspartei TISZA
Budapest/Österreich - Bei der ungarischen Parlamentswahl am Sonntag hat die Oppositionspartei TISZA von Péter Magyar mit einem spektakulären Erdrutschsieg eine Zwei-Drittel-Mehrheit erlangt. Premier Viktor Orbán räumte in einer kurzen Ansprache vor Anhängern am Wahlabend die Niederlage ein. Nach Auszählung von 91 Prozent der Stimmen lag Magyars TISZA bei 138 der 199 Mandate. Die seit 2010 regierende Fidesz von Premier Orbán lag demnach bei 54 Sitzen, die rechtsextreme Partei Mi Hazánk bei sieben.
USA beginnen heute mit Hormuz-Blockade
Washington - Die USA wollen nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen mit dem Iran heute mit einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Blockade der Straße von Hormuz beginnen. Ab 16.00 Uhr MESZ werde die Passage für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen, kündigte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X an. Die iranischen Streitkräfte bezeichneten die angekündigte Seeblockade als "Akt der Piraterie".
Papst Leo XIV. beginnt erste Afrika-Reise in Algerien
Algier - Papst Leo XIV. ist zum Auftakt seiner ersten Afrika-Reise in Algerien angekommen. Nach einem Treffen mit Staatspräsident Abdelmadjid Tebboune steht ein Besuch in der Großen Moschee der Hauptstadt Algier auf dem Programm. Mit einer Dauer von insgesamt elf Tagen ist es für das seit fast einem Jahr amtierende Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken die bisher längste Reise. Weitere Stationen sind Kamerun, Angola und Äquatorialguinea.
Medienförderung: Babler will "echten Journalismus" stärken
Wien - Die Neuaufstellung der Medienförderung rückt näher. In den kommenden Tagen sollen laut Medienminister Andreas Babler (SPÖ) die Ergebnisse der dazu in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie präsentiert werden. Wichtig sei ihm, dass "echter Journalismus" gefördert werde, nicht "willfährige Berichterstattung", sagte er am Montag im Medienministerium bei einer Konferenz zu Medien und Demokratie. Auch Social-Media-Algorithmen sollen in Angriff genommen werden.
ZARA dokumentierte 2025 1.539 rassistische Vorfälle
Wien - Bei der Anti-Rassismus-Beratungsstelle ZARA sind 2025 1.539 Meldungen von Rassismus dokumentiert worden. Das ist ein leichter Rückgang von 6,5 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Deutlich häufiger als in den Vorjahren wurden die rassistischen Vorfälle laut dem am Montag veröffentlichten Bericht von Betroffenen selbst gemeldet - konkret 47 Prozent der Meldungen. Die übrigen 53 stammten von Zeuginnen oder Zeugen, 2024 waren nur 21 Prozent der Meldungen von Betroffenen gekommen.
Israels Armee übernimmt Kontrolle über Hisbollah-Hochburg
Beirut/Jerusalem - Die israelische Armee übernimmt nach eigenen Angaben innerhalb von Tagen die vollständige Kontrolle über die südlibanesische Stadt Bint Jbeil. Die Fähigkeit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, von dort aus Israel anzugreifen, sei eingeschränkt, teilte ein israelischer Militärvertreter mit. "Nur eine kleine Anzahl von Terroristen hält sich noch in der Gegend von Bint Jbeil auf." Bei Luftangriffen und Kämpfen seien mehr als 100 Mitglieder der Miliz getötet worden.
Drei-Tages-Regel bei Spritpreis-Erhöhungen läuft aus
Wien - Spritpreise dürfen künftig wieder jeden Tag um 12 Uhr mittags erhöht werden. Die befristete Drei-Tages-Regel, wonach die Preise an den Tankstellen nur mehr am Montag, Mittwoch und Freitag hinaufgesetzt werden dürfen, ist nach einem Monat mit 12. April ausgelaufen, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit. Diese Regelung wurde durch die Spritpreisbremse abgelöst, die zumindest bis Jahresende in Kraft ist.
Caritas und Lebenshilfe warnen vor Kürzungen bei Behinderten
Wien - Caritas und Lebenshilfe haben anlässlich der anlaufenden Budgetverhandlungen der Bundesregierung vor Einsparungen im Sozialbereich und bei Menschen mit Behinderung gewarnt. Besondere Sorge bereiten den Sozialorganisationen die geplanten Kürzungen beim sogenannten Ausgleichstaxfonds (ATF), der Mittel zur beruflichen Inklusion bereitstellt. "Die Folgen sind fatal", zeigte sich Klaus Schwertner, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien, alarmiert.
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red