Wiener Börse - ATX legt 1,7 % zu, BAWAG gewinnt 7,5 % / Aussicht auf Annäherung im Nahen Osten stützt Börsen - BAWAG-Aktien nach Meldung der Übernahme der irischen PTSB stark gesucht
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Die Wiener Börse hat am Dienstag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem Plus von 1,74 Prozent bei 5.898,35 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime legte 1,72 Prozent auf 2.918,64 Zähler zu. Auch an anderen Börsen in Europa ging es nach oben. Angetrieben wurden die Märkte von der Hoffnung auf eine Fortsetzung der Gespräche zwischen dem Iran und den USA.
Stark gesucht waren nach Meldung einer Übernahme die Aktien der BAWAG und legten 7,5 Prozent zu. Die BAWAG will für 1,62 Mrd. die irische Bank PTSB übernehmen. Die Permanent TSB Group Holdings (PTSB) habe ein entsprechendes Barangebot der BAWAG angenommen, teilten BAWAG und PTSB am Dienstag in Aussendungen mit. Konkret bietet das österreichische Institut 2,97 Euro je Aktie. Das irische Finanzministerium, das 57,5 Prozent der Anteile hält und aus der PTSB aussteigen will, befürwortet das Angebot ebenso wie der Verwaltungsrat des irischen Finanzinstituts.
Sehr fest notierten auch AT&S und stiegen um 4,2 Prozent. Auch an anderen Börsen fanden sich Technologiewerte unter den größten Gewinnern. Andritz-Aktien gewannen nach einer Kurszielerhöhung 1,8 Prozent auf 67,80 Euro. Die Analysten der Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die Titel des Anlagenbauers von 86 auf 90 Euro erhöht und ihre Empfehlung "buy" bestätigt.
Unter den weiteren ATX-Gewinnern fanden sich UNIQA mit einem Plus von 2,7 Prozent. RBI stiegen trotz ihres Dividendenabschlags um 2,00 Prozent. Die beiden größten ATX-Verlierer waren die Aktien der Versorger EVN und Verbund mit Abschlägen von 2,2 bzw. 2,5 Prozent. OMV-Aktien verloren vor dem Hintergrund fallender Rohölpreise 1,0 Prozent. Aktien von Ölkonzernen gaben am Dienstag europaweit nach.
Die am Nachmittag gemeldeten Daten zu den US-Erzeugerpreisen wirkten sich nicht merklich an den Börsen aus. In den USA haben hohe Energiekosten infolge des Iran-Kriegs einen Preisschub auf Erzeugerebene ausgelöst, der aber schwächer als erwartet ausgefallen ist. Die Preise, die Hersteller für ihre Waren verlangen, legten im März im Jahresvergleich um 4,0 Prozent zu, im Februar hatte die Jahresrate nur bei 3,4 Prozent gelegen. Volkswirte hatten mit einem deutlich stärkeren Preisanstieg von 4,6 Prozent gerechnet.
mik/spa
ISIN AT0000999982