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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Anleger an der Seitenlinie - Nahost im Fokus

Der Dax hat sich am Mittwoch nach seiner deutlichen Vortageserholung stabil gezeigt. Angesichts der Vorschusslorbeeren am Dienstag blieben die Anleger an der Seitenlinie, denn noch ist unklar, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich zu einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran kommt. "Solange es keine dauerhafte Lösung des Konflikts gibt und die Straße von Hormus nicht frei befahrbar ist, gibt es keine Grundlage für eine nachhaltige Markterholung", kommentierten die Experten der Landesbank Helaba.

Mit einem Plus von 0,09 Prozent auf 24.066,70 Punkte ging der deutsche Leitindex aus dem Tag, womit er sich weiter klar über der Marke von 24.000 Zählern behauptete. Der MDax , der Index der mittelgroßen Börsenunternehmen, legte um 1,15 Prozent auf 30.887,08 Punkte zu. Im restlichen Europa wurden überwiegend Verluste verbucht.

Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits an diesem Donnerstag ein weiteres Treffen zwischen der USA und dem Iran folgen. Zwar ist Pakistans Premierminister aktuell für mehrere Tage in andere muslimische Vermittlerstaaten gereist, doch Armeechef Asim Munir traf unterdessen in Teheran zu Gesprächen ein. Der pakistanische Feldmarschall gilt als einer der einflussreichsten Vermittler zwischen den USA und dem Iran.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor zur Wochenmitte 0,74 Prozent auf 5.940,34 Zähler und auch in London und Zürich schwächelten die Leitindizes. In den USA gab der überwiegend mit Standardwerten bestückte Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss leicht nach, während der technologielastige Nasdaq 100 sich weiter seinem Jahreshoch von Ende Januar und damit auch seinem Rekordhoch von Ende Oktober näherte.

Die größte Aufmerksamkeit zog MDax-Spitzenreiter Aixtron auf sich. Nach angehobenen Jahreszielen für Umsatz und operative Marge sprang die Aktie des Chipindustrie-Ausrüsters um 20,4 Prozent hoch und ist wieder so teuer wie zuletzt im Juni 2001. Im bisherigen Jahresverlauf steht nun ein Kursgewinn von 145 Prozent zu Buche.

Schaeffler erholten sich weiter mit plus 6,2 Prozent. Eine Präsentation des Auto- und Industriezulieferers vor den Zahlen zum ersten Quartal sorgte für gute Stimmung. Laut dem US-Analysehaus Jefferies dürfte die Profitabilität deutlich besser als bislang erwartet gewesen sein.

Die Aktie von Lufthansa litt mit minus 2,3 Prozent unter der anhaltenden Streikwelle. Fraport gaben im Sog der schlechten Stimmung um 1,2 Prozent nach.

Hypoport war zwar nur verhalten in das neue Jahr gestartet, doch die Aktie erholte sich im SDax weiter und auch sehr deutlich mit plus 10,3 Prozent. Damit schaffte sie es auch wieder über die für den mittelfristigen Trend wichtige 50-Tage-Linie.

Mit plus 7,0 Prozent knüpfte das Papier von Heidelberger Druck an seine Vortagsrally an. Am Dienstag war die im März aufgeflammte Rüstungsfantasie wieder aufgewärmt worden. Gemeinsam mit dem amerikanisch-israelischen Technologie-Partner Onberg Autonomous Systems hatte es die Produktion von Drohnenabwehrsystemen in Brandenburg an der Havel aufgenommen./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416

AXC0297 2026-04-15/18:15

Relevante Links: SCHAEFFLER AG INH. O.N., Fraport AG, Hypoport SE, Aixtron SE, Deutsche Lufthansa AG, Heidelberger Druckmaschinen AG

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