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UN geben zehn Millionen Euro für Iran-Notfallhilfe frei

Die Vereinten Nationen (UN) stellen Notfallhilfe für die vom Krieg betroffene Bevölkerung im Iran bereit. Er habe umgerechnet gut zehn Millionen Euro aus dem Globalen Notfallfonds der UN zugeteilt, erklärte Nothilfekoordinator Tom Fletcher. Tausende Zivilisten seien getötet, Infrastruktur zerstört und lebenswichtige Dienste unterbrochen worden. "Diese Finanzierung wird unseren Partnern helfen, lebensrettende Hilfe im großen Maßstab zu leisten", meinte er.

Schon vor Wochen hatte Fletcher vor den Folgen des Iran-Kriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen gewarnt. Millionen Menschen seien in Gefahr. Humanitäre Hilfsgüter erreichten das Land wegen der Zerstörung und Behinderung von Verkehrswegen nur verzögert. Lebensmittel, Medikamente, Düngemittel und andere Hilfsgüter ließen sich schwerer transportieren und ihre Lieferung werde teurer.

Auch der Norwegische Flüchtlingsrats (NRC) hatte kürzlich vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran gewarnt. Mehr als drei Millionen Menschen seien im Land auf der Flucht, das Land sei riesig und der Hilfsbedarf wachse rasant. Je länger der Konflikt andauere, desto stärker würden alle Lebensbereiche beeinträchtigt: öffentliche Dienste brächen zusammen, Versorgungswege würden unterbrochen, Geschäfte schlössen oder würden zerstört, und die Hilfsarbeit werde immer schwieriger./evs/DP/he

AXC0311 2026-04-15/19:22

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