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Aktien Frankfurt: Dax sinkt zum Ende einer schwachen Woche - Ölpreise belasten

Bei weiter hohen Ölpreisen verzeichnet der deutsche Aktienmarkt vor dem Wochenende erneut Verluste. Kräftige Kursgewinne für die schwer gewichteten SAP-Aktien nach gut aufgenommenen Quartalszahlen des Softwareherstellers reichten am Freitag nicht, um den Dax vor Einbußen zu bewahren.

So sank der deutsche Leitindex gegen Mittag um 0,63 Prozent auf 24.002 Punkte. Damit droht ihm der fünfte Verlusttag in Folge und auf Wochensicht aktuell ein Minus von 2,8 Prozent. Der Preis für Öl der Nordseesorte Brent blieb am Freitag mit um die 107 US-Dollar je Fass auf dem höchsten Niveau seit Anfang April.

Der Konflikt im Nahen Osten, wo die Fronten zwischen dem Iran und den USA nach wie vor verhärtet sind, treibt die Energiepreise nach oben und trübt die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter ein. Im April fiel das Ifo-Geschäftsklima um 1,9 Punkte auf 84,4 Punkte. Analysten hatten einen erneuten Stimmungsdämpfer erwartet, waren aber von einem geringeren Rückgang ausgegangen. "Die Hoffnungen auf einen Aufschwung sind vorerst dahin", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage.

Der MDax mit den mittelgroßen Werten rutschte am Freitag um 1,93 Prozent auf 30.257 Zähler ab. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,9 Prozent nach unten.

Die Geschäftszahlen von SAP konnten derweil die Anleger etwas beruhigen. Der aus Cloudverträgen in den nächsten zwölf Monaten zu erwartende Umsatz (current cloud backlog - CCB) sei besser als erwartet gewesen, urteilten Analysten. SAP sind mit einem Abschlag von 29 Prozent mit Abstand schwächster Dax-Wert 2026. Am Vortag hatten sie sich mit einem Minus von mehr als 6 Prozent noch ihrem Jahrestief genähert. Nun legten sie um 5 Prozent zu.

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy wird nach der positiven Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr und der starken Marktnachfrage optimistischer für das Gesamtjahr. Die Papiere gewannen auf Rekordniveau zuletzt 1,3 Prozent. Siemens Energy sind im Dax im Jahr 2026 bislang der stärkste Wert mit einem Zuwachs von weit mehr als die Hälfte.

Die UBS stufte MTU auf "Sell" ab. Darauf reagierten die Anteile des Triebwerkherstellers mit einem Minus von 5 Prozent. Von den drei führenden Triebwerkherstellern sei bei MTU das Risiko für eine harte Landung am größten, wenn der Wind im Ersatzteil- und Servicegeschäft drehe, schrieb Analyst Ian Douglas-Pennant.

Der Softwareanbieter Atoss Software rechnet im laufenden Jahr mit einer höheren Profitabilität. Die im Nebenwerteindex SDax notierten Papiere gewannen zuletzt 4,6 Prozent nach anfangs noch höheren Aufschlägen./ajx/stk

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416  DE0009653386

AXC0138 2026-04-24/11:44

Relevante Links: SAP SE, Atoss Software SE, MTU Aero Engines AG, Siemens Energy AG

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