Indus Holding profitiert von hohen Wolframcarbid-Preisen - Jahresziele angehoben
Die Beteiligungsfirma Indus Holding
blickt wegen der im Zuge chinesischer
Exportrestriktionen weltweit angespannten Versorgungslage für den
Werkstoff Wolframcarbid zuversichtlicher auf das laufende Jahr.
Allein seit Jahresbeginn habe der Mangel zu einer Verdreifachung des
Preises geführt - und das nach einer Verdreifachung im Jahresverlauf
2025. Daher rechnet das Indus-Management für 2026 nun mit einem
Umsatz von Umsatz 1,85 bis 2,05 Milliarden Euro sowie mit einem um
Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) von 160 bis
190 Millionen Euro. Bisher standen ein Umsatz von 1,80 bis 1,95
Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von 150 bis 170
Millionen Euro im Plan.
An der Börse schnellte der Aktienkurs von Indus auf die Nachrichten
hin auf 31,30 Euro nach oben und damit auf ein Hoch seit Mitte
Februar. Zuletzt notierte das Papier mit 31,15 Euro noch knapp 8
Prozent im Plus.
Da die Sicherstellung der Rohstoffversorgung mit einem erhöhten
Vorfinanzierungsbedarf einhergehe, werde gleichzeitig 2026 nur noch
ein mindestens ausgeglichener freier Finanzmittelfluss erwartet.
Bisher hatte Indus einen Free Cashflow von mehr als 70 Millionen
Euro in Aussicht gestellt. Wolframcarbid ist ein sehr harter und
verschleißfester Werkstoff, der etwa in Schneidwerkzeuge und Bohrern
verwendet wird./mis/stk