APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
Babler wettert bei Maiaufmarsch "Österreich-Trump"
Wien - Der Bundesparteivorsitzende der SPÖ, Vizekanzler Andreas Babler, hat beim roten Maiaufmarsch in Wien die Arbeit der SPÖ in der Bundesregierung gelobt - und versprochen, weiter für sozialdemokratische Prinzipien zu kämpfen. Man müsse zwar Kompromisse eingehen, sehe aber auch Erfolge etwa bei der Bekämpfung der Teuerung. FPÖ-Chef Herbert Kickl stehe hingegen auf der Seite der Autokraten. "Wir brauchen keinen Trump auf österreichisch, das ist unsere Message", befand Babler.
FP-Chef Kickl will ORF zusperren und neu aufstellen
Linz/Wien - FPÖ-Bundesparteichef Herbert Kickl hat bei der 1.-Mai-Kundgebung seiner Partei in Linz einen "Systemwechsel" gefordert. Beginnen will er beim ORF: "Wir sperren das Werkl zu, wir machen eine Neuaufstellung." Einen Systemwechsel solle es auch im Asyl-, Gesundheits- und Bildungssystem geben. "Wenn wir das machen, tun wir nichts anderes, als dass wir die Demokratie auf ihren gesunden Kern zurückführen", skizzierte er sein "Projekt Volkskanzlerschaft".
Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in Istanbul
Istanbul - Die türkische Polizei hat sich Auseinandersetzungen mit Demonstranten geliefert, die anlässlich des 1. Mai zum berühmten Taksim-Platz in Istanbul marschieren wollten. Zuvor hatten die Behörden Versammlungen in diesem Gebiet verboten. Die Bereitschaftspolizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten zu zerstreuen, und sperrte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen die Zufahrtsstraßen zum Taksim-Platz, schrieb etwa die Zeitung "Cumhuriyet".
Grüne fordern am 1. Mai Reichensteuer
Wien - Die Grünen haben den Tag der Arbeit mit einer "Umverteilaktion" am Wiener Praterstern begangen. Dabei pochte man einmal mehr auf eine Reichensteuer: "Die Mitte der Gesellschaft zahlt - und ein paar Superreiche lehnen sich zurück. Von dieser Ungerechtigkeit haben wir die Nase voll", sagte Parteichefin Leonore Gewessler. Untermauert wurde die Forderung mit einem Schätzspiel auf Basis von Reiskörnern, für Hungrige gab es den Reis (mit Curry) dann auch zum Mitnehmen.
Spekulation um angeblichen Epstein-Abschiedsbrief
Washington/New York - Der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein soll laut einem Bericht in den Wochen vor seinem Suizid ein Abschiedsschreiben verfasst haben, das bisher nicht Teil der Untersuchungen des US-Justizministeriums gewesen ist. Ein Zellgenosse Epsteins soll das Schreiben nach einem ersten mutmaßlichen Suizidversuch des Sexualstraftäters im Juli 2019 in einem Comic-Roman gefunden haben, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf den Mitinsassen.
Gaza-Hilfsflotte vor Kreta gestoppt
Ierapetra - Rund 200 Aktivisten des internationalen Gaza-Hilfsflottillen-Projekts sind von israelischen Streitkräften vor Kreta gestoppt worden. Danach wurden die Teilnehmer der "Global Sumud Flotilla" unter Begleitung der griechischen Küstenwache in mehreren Bussen in die Stadt Ierapetra gebracht. Nach Angaben lokaler Medien gilt Heraklion, die Hauptstadt der griechischen Mittelmeerinsel, als weiterer Zielort. Nach Angaben Israels sollen zwei Aktivisten nach Israel überstellt werden.
Ukraine attackiert erneut Ölterminal am Schwarzen Meer
Moskau/Kiew (Kyjiw) - Ukrainische Drohnen haben in der russischen Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer erneut einen Brand im Ölterminal ausgelöst. Tote und Verletzte habe es nicht gegeben, teilte der Krisenstab der südrussischen Region Krasnodar mit. Demnach sind über 100 Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten. Es war bereits die vierte ukrainische Attacke auf die Ölanlagen innerhalb der letzten zwei Wochen. Bei einem ukrainischen Angriff auf die russische Region Belgorod starben zwei Personen.
Leichter Rückgang bei Betretungsverboten in Österreich
Wien - Die Zahl der Betretungs- und Annäherungsverbote ist in Österreich 2025 leicht gesunken, bleibt aber auf hohem Niveau. Insgesamt wurden laut Gewaltschutzbericht 14.101 Maßnahmen ausgesprochen, nach 14.583 im Jahr davor. "Der Gewaltschutz ist ein wichtiger Teil des Regierungsübereinkommens und damit Aufgabe der gesamten Bundesregierung. Wir konnten dabei auf ein solides Fundament aufbauen", sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Freitag in einer Aussendung.
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red