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Österreichische Staatsanleihen im Späthandel uneinheitlich / Investoren greifen bei Bundesanleihen gut zu - Lage am Persischen Golf weiter undurchsichtig

Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Dienstagnachmittag uneinheitlich gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um 2 Basispunkte auf 3,32 Prozent gefallen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 24 Basispunkte. Am kurzen Ende hingegen gab es keine Bewegung. Der Euro-Bund-Future stand nahezu unverändert bei 124,88 Punkten.

Bei der Auktion zweier Bundesanleihen am Dienstag haben die Investoren eifrig zugegriffen. Aufgestockt wurden die zehnjährige Benchmarkanleihe sowie ein siebenjähriges Papier mit einer Restlaufzeit von vier Jahren. Die zehnjährige Benchmarkanleihe war 3,42-fach überzeichnet, das vierjährige Papier verbuchte sogar eine Bid-Cover-Ratio von 4,02. Damit waren die Papiere noch stärker nachgefragt als bei der jüngsten Aufstockung Anfang April.

"Da sieht man, wie sich das Investorenverhalten innerhalb eines Monats ändern kann", sagte Markus Stix, Geschäftsführer der Oesterreichischen Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA), zur APA. Unter den Investoren sei die Nachfrage nach Anleihen am kürzeren Ende gestiegen. Die jüngste Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) habe mehr Klarheit gebracht. Die EZB hielt ihren Zinssatz Ende April trotz steigender Teuerung in der Eurozone weiter stabil, zeigte sich jedoch handlungsbereit für die kommenden Sitzungen. Am Markt werden derzeit bis zu drei Zinssteigerungen im heurigen Jahr erwartet.

Die Beliebtheit heimischer Anleihen zeigt sich auch längerfristig. Im gesamten ersten Quartal habe der Handel mit österreichischen Bundesanleihen am Sekundärmarkt angezogen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal seien um 33 Prozent mehr Bundesanleihen gehandelt worden, sagte der OeBFA-Chef. Das wirke sich auch positiv auf die Zinsspanne zu Deutschland aus.

Bei der heutigen Auktion erzielte die zehnjährige Anleihe eine Emissionsrendite von 3,304 Prozent (April 2026: 3,279 Prozent). Die vierjährige Anleihe verzeichnete eine Rendite von 2,822 Prozent, nach 2,845 Prozent Anfang April.

International betrachtet könnte die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran bald Geschichte sein. Besonders der Streit über die vom Iran blockierte Straße von Hormuz verärgert US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nach wie vor. Bei der neuen US-Initiative zur Wiederherstellung des freien Handelsverkehrs in der Straße von Hormuz handle es sich um eine separate, zeitlich begrenzte, defensive Operation. Handelsschiffe unter US-Flagge hätten die Straße von Hormuz bereits passiert und damit demonstriert, dass diese sicher sei, betonte Hegseth. Der Iran gibt aber nicht klein bei und kontert seinerseits mit Drohungen. Die Armee seines Landes habe mit den Angriffen "noch nicht einmal begonnen", erklärte der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre     2,69   2,69        0,00                       -1
5 Jahre     2,91   2,91        0,00                       11
10 Jahre    3,32   3,34       -0,02                       24
30 Jahre    3,90   3,88        0,02                       31

moe/spa

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