Der Chiphersteller Infineon
wird für das laufende Geschäftsjahr optimistischer. So soll der
Umsatz 2025/26 (per Ende September) nun trotz der Belastung durch
den starken Euro deutlich steigen, teilte das Unternehmen am
Mittwoch in Neubiberg bei München mit. Dabei sollen die Erlöse in
der Sparte Power & Sensor Systems (PSS) deutlich stärker als im
Konzerndurchschnitt zulegen, getrieben von einer sehr dynamischen
Nachfrage nach Produkten für die Stromversorgung von
KI-Rechenzentren. "Im zweiten Halbjahr werden wir stärker als
bislang erwartet wachsen, ein breiterer Aufschwung vieler Endmärkte
ist in Sicht", erklärte Konzernchef Jochen Hanebeck. Auch im
Geschäft mit der Automobilindustrie sehe Infineon eine positive
Entwicklung.
Die Segmentergebnis-Marge, die die operative Profitabilität misst,
soll nun rund 20 Prozent erreichen. Bislang war Infineon von einem
moderaten Umsatzwachstum und einer operativen Marge im hohen
Zehn-Prozentbereich ausgegangen. Analysten haben bislang ein
Wachstum von sieben Prozent und eine Marge von 19 Prozent auf dem
Zettel.
Im zweiten Geschäftsquartal stiegen die Erlöse um vier Prozent im
Vergleich zu den drei Monaten zuvor auf 3,8 Milliarden Euro. Die
Segmentergebnis-Marge verschlechterte sich um 0,8 Prozentpunkte auf
17,1 Prozent. Nach Steuern stieg der Gewinn um 18 Prozent auf 301
Millionen Euro./nas/stk