, APA/dpa-AFX

Wiener Börse (Mittag) - ATX weitet Plus auf 2,61 Prozent aus / Einigung zwischen den USA und Iran könnte näher rücken - FACC-Aktie springt nach Zahlenvorlage hoch

Der Wiener Aktienmarkt hat am Mittwochvormittag die Zuwächse massiv ausgebaut. Der Leitindex ATX gewann zu Mittag starke 2,61 Prozent auf 5.951,74 Einheiten. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen deutlich nach oben.

Für einen deutlichen Schub nach oben sorgte international ein Bericht des US-amerikanischen Nachrichtenportals Axios, wonach die USA kurz vor einer Einigung mit dem Iran über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges stehen sollen. Zudem sackte der Ölpreis ab.

Am heimischen Aktienmarkt gingen die deutlichen Zuwächsen - wie im europäischen Börsenumfeld - quer durch die Branchen, mit Ausnahme des Öl- und Gasbereiches. Sehr stark nach oben ging es europaweit mit Aktien aus der Reisebranche. In Wien zogen die Papiere des Cateringunternehmens Do&Co um mehr als sieben Prozent in die Höhe.

Europaweit in der Gunst der Anleger weit oben standen neben den Autowerten die Banken. In Wien verteuerten sich die Titel der BAWAG um 2,8 Prozent und die Aktionäre der Erste Group konnten ein Plus von 5,3 Prozent verbuchen. Bei der Raiffeisen Bank International ging es um starke 6,1 Prozent aufwärts.

Auf Unternehmensebene rückte zudem FACC mit einer Zahlenvorlage ins Blickfeld. Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer hat im ersten Quartal 2026 eine Steigerung von Ergebnis und Umsatz erzielt. Das operative Ergebnis (EBIT) wurde mit 9,7 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz legte um 11,8 Prozent auf 258,2 Mio. Euro zu. Die FACC-Titel reagierten mit einem Kurssprung in Höhe von 8,4 Prozent. Laut Erste Group-Analysten meldete FACC ein starkes erstes Quartal, das normalerweise aufgrund saisonaler Faktoren schwächer ausfällt. Die Prognosen wurden übertroffen, in diesem Sinne erwarteten die Experten eine positive Marktreaktion.

Die Aktien von SBO und Mayr-Melnhof werden zur Wochenmitte ex Dividende gehandelt. Die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO fielen um 4,1 Prozent bzw. 1,50 Euro auf 35,10 Euro. Bereinigt um den Dividendenabschlag in Höhe von 75 Cents notierte die Aktie etwas geringer im Minus. Die deutlich tieferen Rohölpreise belasteten die Werte aus der Branche. OMV-Titel sackten 2,9 Prozent tiefer.

Mayr-Melnhof gewannen trotz Dividendenabschlag 1,5 Prozent oder 1,2 Euro auf 80,20 Euro. Beim Kartonhersteller wurden zwei Euro je Aktie ausgeschüttet.

Die Titel von Wienerberger bauten ein sattes Plus von 6,3 Prozent. voestalpine stärkten sich um 4,6 Prozent.

ste/moe

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet.