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Bundesregierung kritisiert Unicredit-Angebot für Commerzbank

Die Bundesregierung hat das Übernahmeangebot der Commerzbank durch die Unicredit scharf kritisiert. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille sagte in Berlin, das Vorgehen der Unicredit sei aus Sicht der Regierung "völlig unangebracht und unfair".

Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, man unterstütze die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank. "Eine feindliche, aggressive Übernahme, insbesondere mit Blick darauf, dass es sich um eine systemrelevante Bank handelt" wäre nicht akzeptabel. Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank würden das Angebot der Unicredit jetzt prüfen und eine Empfehlung an die Aktionäre der Commerzbank abgeben.

"Für uns ist klar, die Commerzbank spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Mittelstands. Sie ist außerdem bedeutender Arbeitgeber und zentral für den Finanzstandort Frankfurt und beides gilt es auch in Zukunft sicherzustellen", sagte der Sprecher. Auf die Frage, ob der Bund seine Anteile an der Commerzbank aufstocken wolle, antwortete er, zu hypothetischen Fragen äußere man sich an der Stelle nicht. Der Bund hält noch 12 Prozent an der Bank.

Mit einem offiziellen Übernahmeangebot hatte die Unicredit am Dienstag den Druck auf die Commerzbank erhöht. Bis zum Ablauf des 16. Juni will sich die Unicredit, die bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile kontrolliert, weitere Anteile sichern, wie die Unicredit in Mailand mitteilte.

Die Unicredit verspricht sich bei einer Übernahme der Commerzbank Vorteile im Geschäft mit Privat- und Mittelstandskunden in Deutschland. Hierzulande ist die Unicredit schon mit ihrer Tochter Hypovereinsbank (HVB) vertreten, was Einsparungen ermöglichen würde. Gewerkschaften befürchten einen "Kahlschlag" bei der Commerzbank wie einst bei der HVB./jr/DP/jha

 ISIN  DE000CBK1001  IT0005239360

AXC0277 2026-05-06/15:05

Relevante Links: Commerzbank AG, UniCredit S.p.A.

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