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AKTIE IM FOKUS: Schwache Diagnostik lastet schwer auf Siemens Healthineers

Bei den in diesem Jahr bereits um fast ein Fünftel gesunkenen Papieren von Siemens Healthineers hat sich nach der Quartalsbilanz am Donnerstag der Abwärtsdruck verstärkt. Mit einem Abschlag von 4,6 Prozent auf knapp 34 Euro waren die Aktien hinter Hannover Rück der größte Verlierer im Dax. Allerdings ging das Minus des Rückversicherers auf den Dividendenabschlag zurück.

Die Papiere des Herstellers von Medizintechnik verhinderten gegen Mittag einen Rückfall auf das tiefste Niveau seit mehr als sechs Jahren nur knapp. Anhaltende Probleme der Labordiagnostik-Sparte in China sowie die wieder steigende Inflation lassen den Medizintechnikkonzern für das laufende Geschäftsjahr pessimistischer werden. Der Umsatz dürfte 2025/26 auf vergleichbarer Basis nur noch um 4,5 bis 5,0 Prozent steigen. Zuvor hatte das Unternehmen ein Wachstum von 5,0 bis 6,0 Prozent in Aussicht gestellt.

Die Senkung der Prognose für den Umsatz basiere auf dem Segment Diagnostik, schrieb Sven Kürten von der DZ Bank in einer ersten Einschätzung. "Diagnostics enttäuscht erneut deutlich" Ein Rückgang des vergleichbaren Wachstums um 6,5 Prozent und eine Marge vor nur 0,9 Prozent zeigten, dass die strukturelle Schwäche auf dem chinesischen Absatzmarkt ausgeprägter sei als erwartet.

Mit einem Kursverlust von fast einem Viertel im Börsenjahr 2026 zählen Siemens Healthineers zu den größten Verlierern im Dax. Noch schlechter schnitten nur Qiagen und SAP ab. Vom Rekordhoch vom November 2021 hat sich der Kurs mittlerweile halbiert. Auf dem niedrigen Kursniveau raten derweil 17 von 23 Analysten, die laut Bloomberg die Aktien bewerten, zum Kauf beziehungsweise zum Übergewichten im Portfolio. Verkaufsempfehlungen gibt es dagegen laut Bloomberg derzeit nicht./bek/nas/stk

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AXC0201 2026-05-07/12:06

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