AKTIE IM FOKUS 2: Rheinmetall nach Detail-Zahlen schwach - Analysten positiv
(neu: Kurs, Experten und Hintergrund)
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Für die Aktien von Rheinmetall
Analyst Sam Burgess von der US-Investmentbank Goldman Sachs sah durch die endgültige Bilanz die mauen vorläufigen Quartalszahlen bestätigt. Die enttäuschende Umsatzentwicklung hänge allerdings mit zeitlichen Effekten zusammen und sei kein strukturelles Problem. Entsprechend bestätigte Rheinmetall abermals die Jahresziele und deutete ein starkes zweites Quartal an - unter anderem dank des Hochlaufs einer Munitionsfabrik im spanischen Murcia.
Im zweiten Jahresviertel erwartet der Rüstungskonzern auf dieser Basis eine Nomination von mehr als 20 Milliarden Euro, wie aus einer Analystenpräsentation hervorgeht. Zum Vergleich: Im ersten Quartal lag die Nomination nur bei knapp 5 Milliarden. Diese Kennziffer umfasst neben dem klassischen Auftragseingang unter anderem das Volumen aus neu abgeschlossenen Rahmenverträgen.
Auch das Geschäft zu Wasser rund um den jüngst übernommenen Marineschiffbauer NVL könnte im restlichen Jahr Rückenwind liefern. Branchenexpertin Chloe Lemarie vom Analysehaus Jefferies betonte zwar die schwache Entwicklung der Marinesparte zum Jahresstart. Allerdings sei die Integration des erst vor rund einem Monat getätigten Zukaufs wohl noch nicht korrekt in den Analystenschätzungen berücksichtigt gewesen.
Analyst George McWhirter von der Privatbank Berenberg hob dagegen das Geschäft rund um die Luftverteidigung als größten Lichtblick hervor. Dieser Bereich wachse weiter und unterstreiche das attraktive sowie gut abgerundete Portfolio von Rheinmetall. Drohnenabwehrsysteme des Rüstungskonzerns kommen auch im Iran-Krieg zum Einsatz. Konzernchef Armin Papperger hatte bereits Mitte März von einem erheblichen Wachstumsschub durch den Krieg gesprochen.
Insgesamt sieht JPMorgan-Experte David H Perry daher weiterhin
signifikantes Aufwärtspotenzial für Rheinmetall. Besonders mit Blick
auf Verzögerungen bei den Aufträgen sei der Rüstungskonzern aber
risikobehafteter als einige Zulieferer in der Branche - also zum
Beispiel Hensoldt
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ISIN DE0007030009
AXC0224 2026-05-07/13:06
Relevante Links: Rheinmetall AG, RENK GROUP AG INH O.N., HENSOLDT AG