Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise steigen etwas / Nach Zwischenfall in der Straße von Hormuz - Auch Goldpreis steigt
Die Ölpreise sind am Freitag nach einem Zwischenfall in der Straße von Hormuz und der deswegen wackelnden Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gestiegen - allerdings hielt sich der Anstieg in Grenzen. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 100,77 US-Dollar. Das waren 0,71 Prozent mehr als am Vortag. Damit blieb das Fass Brent aber unter seinem Zwischenhoch vom Vortag.
Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni stieg um 0,24 Prozent auf 95,04 Dollar.
Am Donnerstag war der Preis für die weltweite Referenzsorte zwischenzeitlich bis auf knapp 104 Dollar gestiegen, beendete den Handel aber mit einem leichten Abschlag mit rund 100 Dollar. In der Nacht auf Freitag wurde die Waffenruhe zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten auf eine Probe gestellt: Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Straße von Hormuz hat das US-Militär als Vergeltungsmaßnahme Ziele in der Islamischen Republik angegriffen.
Das iranische Militär warf den USA nach den Angriffen vor, die ohnehin fragile Waffenruhe verletzt zu haben. US-Präsident Donald Trump forderte den Iran erneut unter Drohungen auf, "schnell" eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen. Die seit rund einem Monat bestehende Waffenruhe gelte aber trotz der Angriffe weiter.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 106,46 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 112,26 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis legte zu. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.718,90 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,70 Prozent mehr als am Vorabend.
spa