Aktien Europa: Leichte Gewinne - Trump trifft Xi Jinping
Die europäischen Aktienmärkte haben
am Mittwoch leicht zugelegt. Damit setzt sich die verhaltene
Entwicklung der Vortage fort. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim
Broker CMC Markets, verwies auf den "zähen und weiterhin
undurchsichtigen Konflikt im Nahen Osten". An den Finanzmärkten
richtet sich das Interesse nun auf die Gespräche zwischen dem
US-Präsidenten Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi
Jinping. Bei dem Treffen dürfte auch der Iran-Krieg eine Rolle
spielen.
Der EuroStoxx 50 stieg am Mittag um 0,37 Prozent auf
5.833,06 Punkte. Außerhalb der Eurozone kletterte der schweizerische
SMI um 0,34 Prozent auf 13.163,78 Punkte. Der
britische FTSE 100 gewann 0,3 Prozent auf 10.296,53
Punkte.
Der starke Technologiesektor profitierte von den Gewinnen der ASML
-Aktie. Goldman Sachs hatte das Kursziel auf 1.600
Euro angehoben. Die Aktien des Zulieferers der Chipindustrie
spiegelten Wachstumstreiber wie KI-Nachfrage und China-Chancen immer
noch nicht angemessen im Kurs, hieß es in der Analyse.
Versicherer stützten Gewinne der Aktien von Zurich ,
die um 3,3 Prozent anzogen. Der Versicherungskonzern hatte gute
Wachstumszahlen vorgelegt, vor allem in der Schaden- und
Unfallsparte. Am Markt sei nicht mit einem derart kräftigen Wachstum
im Nichtlebengeschäft gerechnet worden, hieß es in einem Kommentar
von Jefferies. Erfreulich sei das anhaltende Wachstum mit
Vorsorgeprodukten, die höhere Margen versprächen.
Im ansonsten unspektakulären Bankensektor ragten ABN Amro mit sieben
Prozent Aufschlag heraus. Analystin Anke Reingen von der kanadischen
RBC verwies auf das starke Zahlenwerk der niederländischen Bank.
Gefragt waren auch Alstom . Nach den enttäuschenden
vorläufigen Zahlen, die der Aktie im April einen Kurseinbruch
beschert hatten, beruhigte der vollständige Quartalsbericht nun
etwas. Analyst Akash Gupta von JPMorgan hob dabei die Aussagen des
Bahnzulieferers zur Bilanz hervor.
Einen Kurseinbruch erlitt dagegen ein Schweizer Wert der zweiten
Reihe. Adecco brachen um über zwölf Prozent ein und
setzten damit ihre enttäuschende Entwicklung fort. Der Wert
reagierte so auf die Zahlen zum ersten Quartal. Das organische
Wachstum war besser als erwartet ausgefallen, die Aussichten
hinsichtlich der Profitabilität belasteten aber. Laut den Experten
der UBS ist die sich weiter verbessernde Umsatzdynamik zwar positiv
zu werten. Offensichtlich habe das Unternehmen aber Mühe, "diese in
eine signifikante Gewinndynamik umzuwandeln"./mf/jha/