Bayer erleichtert: Richter schickt US-Sammelvergleich zurück in Bundesstaat
Teilerfolg für Bayer : Der
milliardenschwere US-Vergleich des Agrarchemiekonzerns um den
Unkrautvernichter Glyphosat ist von einem Richter zurück an ein
Gericht in Missouri verwiesen worden. Einige Kläger hatten ein
US-Bundesgericht angerufen, um die Rechtmäßigkeit der Einigung zu
prüfen. An dem Gericht in St. Louis (Missouri) sind laut Bayer die
meisten Klagen zum glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup
anhängig. "Die Entscheidung schafft die dringend benötigte Klarheit
für alle Parteien und ermöglicht, dass das Genehmigungsverfahren
dort fortgesetzt werden kann", hieß es am Mittwoch in einer
Stellungnahme von Bayer. Die Aktien von Bayer legten zum
Xetra-Handelsschluss um 4,8 Prozent auf 37,74 Euro zu.
Bayer hatte den 7,25 Milliarden US-Dollar schweren Vergleich mit
Klägern im Februar geschlossen. Er muss vom Gericht in St. Louis
noch genehmigt werden, die meisten Kläger müssen ihm zustimmen. Eine
Anhörung dazu findet am 9. Juli statt.
Daneben ist noch ein Verfahren am obersten US-Gericht anhängig, dem
Supreme Court. Die Richter dort müssen entscheiden, ob Bundesrecht
zu Warnhinweisen beim Verkauf von Unkrautvernichtern - wie Bayer
argumentiert - über dem Recht von Bundesstaaten steht. Eine
Entscheidung wird gegen Ende dieses Monats erwartet./men/stk