Wiener Börse (Mittag) - ATX steigt um 0,08 Prozent / AT&S profitiert von Halbleiter-Boom und setzt Rekordjagd fort
Am Wiener Aktienmarkt hat sich auch zu Mittag wenig getan. Der heimische Leitindex ATX stieg um 0,08 Prozent auf 6.532,64 Punkte. Für den ATX Prime ging es ebenfalls um 0,08 Prozent auf 3.215,33 Zähler hinauf. Das europäische Umfeld zeigte sich hingegen zumeist im Minus.
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein umfassendes Abkommen zur Beilegung des Kriegs nehmen Fahrt auf. Nach dem Auftakt der Gespräche auf Ebene der Verhandlungsführer in der Schweiz soll es nun unmittelbar im Anschluss die ganze Woche weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel sei es, bei den Gesprächen im Luxusresort Bürgenstock bei Luzern innerhalb von 60 Tagen ein "finales Abkommen" zu erreichen, teilten die Vermittler Katar und Pakistan mit. Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben. Es sei auch ein Gesprächskanal zwischen den Kriegsparteien eingerichtet worden, um Zwischenfälle in der Straße von Hormuz zu vermeiden, hieß es weiter. Ziel sei eine sichere Passage für Schiffe durch die für den Welthandel wichtige Meerenge.
Sowohl die Energiepreise als auch die künstliche Intelligenz (KI) bringen laut Morgan Stanley Unsicherheiten mit sich. Da eine endgültige Lösung in Bezug auf die Straße von Hormuz noch ausstehe und die Wiederaufnahme der Öllieferungen voraussichtlich schrittweise erfolgen werde, bleibe die Entwicklung des Ölpreises und die daraus resultierenden Auswirkungen auf Inflation und Wachstum in den nächsten Wochen der entscheidende Schwingungsfaktor, hieß es. Der Euroraum kämpfe mit dem Spannungsfeld zwischen höherer Inflation und geringerem Wachstum.
Unternehmensseitig gab es im Verlauf keine Impulse. Der ATX wurde einmal mehr von AT&S gestützt. Die Aktien profitierten weiter von der enormen Nachfrage in der Halbleiterbranche und setzten ihre Rekordjagd mit einem Plus von mehr als fünf Prozent fort. Dazu trug auch die Nachricht bei, dass SK Hynix zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen Südkoreas aufgestiegen ist und damit Samsung überholt hat.
Die Strabag-Werte gewannen 1,85 Prozent. Voestalpine stiegen um 1,37 Prozent. Im prime market hob FACC um 1,77 Prozent ab.
Deutlich im Minus befanden sich die Aktien von Lenzing (-3,15 Prozent). Vienna Insurance Group (VIG), Wienerberger und EVN fielen jeweils um mehr als zwei Prozent. Im prime market verloren die Telekom 3,05 Prozent und EuroTeleSites 2,4 Prozent.
rst/moe
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