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Wiener Börse (Mittag) - ATX entfernt sich weiter vom Rekordhoch / Weitere Gewinnmitnahmen bei AT&S - Emerald Horizon mit erfolgreichem Börsendebüt

Nach dem Stabilisierungsversuch am Vortag ist der ATX am Freitag schon wieder unter Abgabedruck geraten. Der österreichische Leitindex fiel bis Mittag um 0,99 Prozent auf 6.424 Punkte. Damit fiel das Börsenbarometer weiter von seinem zu Wochenbeginn erreichten Rekordhoch ab, womit sich auf Wochensicht nun ein Verlust von 1,6 Prozent anbahnt. Für den ATX Prime ging es am Freitag um 1,02 Prozent auf 3.160 Zähler hinab.

Verluste wurden auch im europäischen Umfeld verbucht. Schwache Vorgaben lieferten die asiatischen Börsen, wo die Investoren wegen neu aufgeflammter Sorgen vor hohen Bewertungen bei KI-Aktien Gewinne mitnahmen. In Wien zeigte sich dies bei AT&S-Papieren. Die diesjährigen ATX-Überflieger kamen um weitere fünf Prozent zurück.

Der jüngste Ausverkauf im Chipsektor sei in erster Linie auf Positionsanpassungen und weniger auf fundamentale Faktoren zurückzuführen, schrieb Christian Stocker, Aktienstratege bei der UniCredit. Die jüngste Volatilität spiegle demnach eine Bewertungsprüfung, Gewinnmitnahmen und eine von Kapitalflüssen getriebene Positionierung vor dem Hintergrund steigender Zinsen wider.

Mit Blick auf die weiteren Einzelwerte wurden auch einige der schwer gewichteten Bankenwerte mit Verlusten gehandelt. Erste Group kamen um 1,4 Prozent vom gestrigen Rekordhoch zurück. Schwächer tendierten auch die Vortags starken Bauwerte, während auch Industrietitel sowie die Ölaktien OMV weitere Abgaben verbuchten.

Ein bisher erfolgreiches Börsendebüt bestritten die Titel der Emerald Horizon im Nebenwerte-Segment standard market. Sie stiegen bis zuletzt um knapp 28 Prozent gegenüber dem Referenzpreis. Mit einem Aktienkurs von 970 Euro erreichte das Energietechnikunternehmen eine Marktkapitalisierung von gut einer Milliarde Euro.

spa/rst

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