ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Nahost-Spannungen belasten - Schwache Techs
Die US-Aktienmärkte haben am Montag aufgrund
weiter zunehmender Spannungen zwischen den USA und dem Iran
nachgegeben. Technologiewerte standen angesichts enormer Kursgewinne
infolge der KI-Euphorie besonders unter Druck. Der Leitindex Dow
Jones Industrial schloss 0,26 Prozent tiefer bei
52.498,64 Punkten. Der marktbreite S&P 500 büßte 0,79
Prozent auf 7.515,34 Zähler ein. Für den Nasdaq 100
ging es um 1,88 Prozent auf 29.264,10 Punkte abwärts.
Nach neuen US-Angriffen auf den Iran kündigte US-Präsident Donald
Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe an, die
iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Zugleich drohte
er, dass die USA fortan für die sichere Fahrt durch die Straße von
Hormus Einnahmen von 20 Prozent des Frachtwertes für sich
beanspruchen. Das US-Militär hatte in der Nacht auf Montag den Iran
erneut attackiert, nachdem bereits am Wochenende Angriffe erfolgt
waren.
Aus Branchensicht waren Energietitel wegen deutlich gestiegener
Ölpreise im Zuge des eskalierten Nahost-Konflikts
überdurchschnittlich stark gefragt. So legten die Titel von Chevron
und ExxonMobil um 3,3 beziehungsweise
4,1 Prozent zu. Die Aktien des Chemiekonzerns Dow ,
der bei steigenden Ölpreisen durch massive Wettbewerbsvorteile bei
den Produktionskosten profitiert, legten um 4,6 Prozent zu.
Nach einem starken US-Börsendebüt von SK Hynix am
Freitag sackten die Anteilscheine des südkoreanischen
Halbleiterkonzerns am Montag um 9,3 Prozent ab. Bereits an der Börse
in Seoul war es am Morgen mit der Aktie steil nach unten gegangen,
die ein Symbol für die KI-Begeisterung unter Privatanlegern geworden
ist. Sie erlebte mit minus 15 Prozent den kräftigsten Kurssturz
ihrer Geschichte.
Die Aktien von American Express stiegen um 1,1
Prozent, nachdem die US-Bank JPMorgan sie auf "Overweight"
hochgestuft hatte. Angesichts des defensiven Charakters der Erträge
des Kreditkartenanbieters sei ein leichter Bewertungsaufschlag im
Vergleich zu den Wettbewerbern gerechtfertigt, schrieb Analyst
Richard Shane.
Für die Anteilscheine von Warner Brothers und
Paramount ging es um 1,9 beziehungsweise 1,5 Prozent
aufwärts. Zwölf US-Bundesstaaten ziehen vor Gericht, um die
Übernahme des Hollywood-Urgesteins durch den Konkurrenten zu
verhindern. Der Zusammenschluss der zwei Schwergewichte werde unter
anderem höhere Preise sowie weniger Filme und TV-Sendungen zur Folge
haben, kritisierte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta.
Die US-Regierung hatte zuvor das Milliardengeschäft ohne Auflagen
genehmigt.
Die Papiere von Conmed schnellten um 10,2 Prozent
hoch, nachdem das Medizintechnik-Unternehmen Medienberichten zufolge
verschiedene strategische Optionen - einschließlich eines möglichen
Verkaufs - prüft. Zuvor hatten mehrere Finanzinvestoren Interesse an
einer Übernahme bekundet./edh/he