Aktien New York Ausblick: US-Börsen bleiben in Reichweite ihrer Bestmarken
Die US-Börsen dürften sich am Mittwoch weiter
in Schlagweite ihrer Rekordhochs bewegen. Vor allem die
technologielastige Nasdaq dürfte ihre Vortagesgewinne ausbauen, denn
starke Quartalszahlen und Prognosen des europäischen
Chipindustrie-Ausrüsters ASML scheinen steigende
KI-Ausgaben zu untermauern.
Geopolitisch bleiben die Spannungen in Nahost im Blick, zumal die
Ölpreise wieder steigen, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran
mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht hat.
Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei
denn, sie kommen an den Verhandlungstisch", sagte er dem US-Sender
Fox News.
Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den
Nasdaq 100 mit 0,3 Prozent im Plus auf 29.665 Punkte.
Bis zu seinem Rekordhoch Anfang Juni bei etwas über 30.760 Punkten
fehlen keine vier Prozent mehr.
Der Dow Jones Industrial wird zur Wochenmitte 0,1
Prozent höher auf 52.545 Punkte erwartet. Sein Rekordhoch hatte der
bekannteste Wall-Street-Index vor rund einer Woche bei knapp 53.290
Punkten erreicht.
Unter den Einzelwerten dürfte Paypal Beachtung
finden, denn Übernahmehoffnungen geben der in diesem Jahr sehr
schwach gelaufenen Aktie vorbörslich Rückenwind. Das Papier des
Bezahldienstleisters sprang um 19 Prozent auf 57 US-Dollar hoch. Im
Hauptgeschäft würden die Aktien damit ihren Verlust seit
Jahresbeginn auf 2,4 Prozent verringern. Wie die Nachrichtenagentur
Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen
berichtete, wollen der Zahlungsabwickler Stripe und die
Beteiligungsgesellschaft Advent International den Fintech-Pionier
PayPal übernehmen.
Quartalszahlen legten unter den US-Banken an diesem Mittwoch Morgan
Stanley vor. Zudem berichtete der im Dow notierte
Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson (J&J) über
sein abgelaufenes Jahresviertel. Morgan Stanley überzeugte ähnlich
wie am Tag zuvor etwa JPMorgan und Goldman Sachs
mit sprudelnden Einnahmen in den wichtigsten
Geschäftsbereichen. Die Aktie legte vorbörslich um 1,2 Prozent zu.
Für J&J ging es zugleich um 2,2 Prozent nach unten. Zwar hob der
Konzern seine Jahresziele an, doch am Markt wurde auf durchwachsene
Umsätze bei Arzneien hingewiesen.
Vorbörsliche Verluste von 22,5 Prozent musste Pentair
verkraften. Der Konzern für Wasseraufbereitung kappte sein
Jahresergebnisziel und die kanadische Bank RBC reagierte prompt und
strich ihre "Outperform"-Erwartung für die Aktie. Dabei wurde auch
auf den überraschenden Weggang des Finanzchefs nach nur vier Monaten
im Amt verwiesen.
Die Aktie von SpaceX legte vorbörslich um 0,8 Prozent
zu, nachdem sie am Dienstag nur einen Dollar über ihrem Ausgabepreis
von 135 Dollar geschlossen hatte. Dagegen sackte SK Hynix
im vorbörslichen US-Handel um 6,5 Prozent ab, nach
allerdings einem Kursgewinn von etwas mehr als 27 Prozent am Tag
zuvor./ck/mis