BÖRSENFLASH - Rosenbauer und Post nach Quartalszahlen im Minus / Geopolitische Lage und Schwierigkeiten in der Branche
Die Aktien der Rosenbauer haben am Freitag mit Kursverlusten auf die gemeldeten Ergebnisse des Feuerwehrausrüsters reagiert. Um 10.15 Uhr fielen die Titel an der Wiener Börse um 4,79 Prozent auf 63,60 Euro und standen damit im prime market an letzter Stelle.
Rosenbauer hat im zweiten Quartal 2026 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 6,1 Mio. Euro nach einem Verlust von 1,6 Mio. Euro im Jahr davor. Das EBIT verpasste allerdings die Markterwartungen, schreiben die Analysten von Baader Bank. Rosenbauer hätte durch die aktuellen Spannungen im Nahen Osten und Technologieumstellungen Probleme mit verspäteten Lieferungen gehabt. Trotzdem bleibe die Nachfrage stark. Für Unsicherheiten sorge vor allem die geopolitische Lage mit Auswirkungen auf Lieferketten, Verfügbarkeit von Materialien und Kosten.
Die Aktien der Österreichischen Post AG zeigten sich am Freitag im Frühhandel nach der Vorlage der Zweitquartalszahlen aufgrund eines deutlichen Gewinnrückgangs im Minus. Die Post-Aktien sackten bis 10.15 Uhr 1,54 Prozent auf 31,90 Euro ab und lagen im hinteren Feld des ATX.
Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 um 3,8 Prozent auf 1,544 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 22,0 Prozent auf 73,3 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein Periodengewinn von 22,8 Mio. Euro übrig, was einem Einbruch um 66,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die Analysten von Barclays sehen die Ergebnisse grob im Rahmen der Erwartungen des Marktes. Allerdings seien negative Trends zu sehen. Das Gesamtvolumen an Briefen ging um 9 Prozent zurück. Zudem gaben andere Unternehmen der Branche aufgrund schwieriger Bedingungen um 10 bis 25 Prozent nach. Zukünftig wird von den Analysten eine weitgehend stabile Ergebnisentwicklung im Vergleich zu den Vorjahren erwartet.
prtab/spa
ISIN AT0000922554 AT0000APOST4
WEB http://www.rosenbauer.co.at
http://www.post.at
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