ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax legt zu - Klares Wochenplus in Aussicht
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag
im frühen Handel von seiner freundlichen Seite gezeigt. Für den Dax
ging es am Vormittag um 0,5 Prozent auf 26.258 Punkte
nach oben. Damit zeichnet sich auf Wochensicht ein Plus von rund
zweieinhalb Prozent ab. Nach seinem zur Wochenmitte erreichten
Rekordhoch bei etwas über 26.400 Zählern fehlt dem Leitindex für
einen Anstieg über dieses Kursniveau aber derzeit die Kraft.
Der MDax stieg am Freitagvormittag um 0,1 Prozent auf
32.454 Zähler. Der EuroStoxx 50 , Leitindex des
Euroraums, legte um 0,3 Prozent zu.
Derweil sind die Aussichten für eine dauerhafte Einigung zwischen
den USA und dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus
weiterhin ungewiss. US-Präsident Donald Trump geht jedoch nach
eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg "ziemlich
bald" enden und eine Einigung zur Öffnung der Meerenge bevorstehen
könnte. Zudem richten sich die Blicke auf den US-Arbeitsmarktbericht
am frühen Nachmittag.
Geringe Katastrophenschäden und gute Geschäfte in allen Bereichen
bescherten dem Versicherer Allianz im zweiten Quartal
ein Rekordergebnis. Der operative Gewinn stieg um fast elf Prozent
auf ein Rekordhoch. Unter dem Strich hatten sich Analysten aber mehr
versprochen. Jefferies-Analyst Philip Kett sprach in einer ersten
Reaktion von einem enttäuschenden Wachstum im
Nicht-Lebensversicherungsgeschäft. Die Allianz-Aktie fiel zuletzt um
0,9 Prozent.
Der Rückversicherer Munich Re bekommt den Preisabschwung im Geschäft
mit Erstversicherern wie der Allianz deutlich zu spüren. Nach
weiteren Abschlägen bei der jüngsten Vertragserneuerung kappte
Vorstandschef Christoph Jurecka sein Umsatzziel für das laufende
Jahr. Die Kürzung habe ihn nicht überrascht und auch der Konsens
habe dies bereits in seinen Schätzungen berücksichtigt, betonte
JPMorgan-Analyst Kamran Hossain. Die Papiere der Münchener sackten
um 2,5 Prozent ab.
Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck musste beim
Nettogewinn im zweiten Quartal deutliche Abstriche machen. Das
Ergebnis je Aktie sackte im Jahresvergleich um fast die Hälfte ab.
Unter anderem belasteten Zölle die Profitabilität auf dem wichtigen
nordamerikanischen Markt. Vorläufige Zahlen zum Tagesgeschäft hatte
das Unternehmen bereits vor gut zwei Wochen vorgelegt. Für die
Aktien der Stuttgarter ging es am Dax-Ende um 2,7 Prozent abwärts.
Der Auftragseingang sei mau ausgefallen, konstatierte RBC-Experte
Nick Housden.
Die Papiere von Brenntag beschleunigten ihre Anfang
Juli gestartete Kursrally mit einem Kursanstieg von 2,4 Prozent auf
den höchsten Stand seit März 2025. Die aktuelle Nachfrageentwicklung
stimmt den Chemikalienhändler noch optimistischer für das laufende
Jahr. Jefferies-Analyst Marcus Dunford-Castro sieht den Aktienkurs
durch die erhöhte operative Ergebniszielspanne für das Gesamtjahr
gestützt.
Der Spezialchemiekonzern Lanxess steigerte im zweiten
Quartal das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda)
um gut 1 Prozent im Jahresvergleich. Lanxess-Chef Matthias Zachert
betonte allerdings, dass "kein nachhaltiger Aufschwung der Nachfrage
in unseren Kernmärkten in Sicht" sei und die Marktbedingungen
anspruchsvoll blieben. Die Aktien fielen um 3,6 Prozent.
Eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am
Volkswagen -Konzern zog Eigentümerholding Porsche SE
im ersten Halbjahr 2026 tief in die roten Zahlen.
Unter dem Strich stand ein Verlust von 2,2 Milliarden Euro. Die
Titel der Porsche SE büßten 1,6 Prozent ein./edh/mis