dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 07.08.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: Daimler Truck enttäuscht mit Aufträgen - Aktie fällt vom
Rekordhoch ab
LEINFELDEN-ECHTERDINGEN - Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck
hat im zweiten Quartal weniger neue Bestellungen
erhalten als erwartet. Während sich die Aussichten für das wichtige
Nordamerikageschäft mit der Anerkennung von
US-Wertschöpfungsanteilen durch die US-Behörden im Zollstreit
deutlich verbessert haben, blieb das Auftragsplus insgesamt
gegenüber dem schwachen Vorjahresquartal laut Experten verhalten.
Unter dem Strich musste der Dax -Konzern im
fortgeführten Geschäft im Quartal Federn lassen, weil die Zölle nach
Angaben von Konzernchefin Karin Radström vom Freitag schwerer auf
dem Geschäft lasteten als ein Jahr zuvor. Derweil soll sich die
Profitabilität nun wieder deutlich erholen. Die Aktie fiel jedoch
weiter von ihrem kürzlich erreichten Rekordhoch zurück.
ROUNDUP: Lanxess auf Kurs zu Jahreszielen - Umfeld bleibt aber
schwierig
KÖLN - Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat im
zweiten Quartal auch von Schwierigkeiten der asiatischen Konkurrenz
durch den Iran-Krieg profitiert. Die Sperrung der Straße von Hormus
erschwerte die Öl- und Gasversorgung in Teilen Asiens. Asiatische
Chemieunternehmen mussten die Produktion teils drosseln, die Preise
für viele Grundchemikalien stiegen in der Folge teils deutlich. Das
kam Anbietern mit Produktionsstätten in Europa zugute. Insgesamt
bleibt das Geschäftsumfeld aber schwierig, hieß es von Lanxess am
Freitag zur Vorlage aktueller Geschäftszahlen. Helfen sollen
weiterhin Einsparungen. Das Jahresgewinnziel wurde bestätigt. Die
Aktie gab im frühen Handel nach.
ROUNDUP/Wegen Preisverfall: Munich Re kappt Umsatzziel für 2026
MÜNCHEN - Der Rückversicherer Munich Re bekommt den
Preisabschwung im Geschäft mit Erstversicherern wie Allianz
und Generali deutlich zu spüren. Nach
weiteren Abschlägen bei der jüngsten Vertragserneuerung kappte
Vorstandschef Christoph Jurecka am Freitag seine Umsatzprognose für
das laufende Jahr. Trotzdem soll die Munich Re mit 6,3 Milliarden
Euro so viel verdienen wie nie zuvor. An der Börse kamen die
Neuigkeiten dennoch schlecht an.
ROUNDUP: Chemikalienhändler Brenntag hebt Gewinnprognose für 2026
erneut an
ESSEN - Eine weiterhin gute Nachfrage stimmt den Chemikalienhändler
Brenntag noch optimistischer für das laufende Jahr.
Nur wenige Wochen nach einer Erhöhung der Gewinnprognose traut sich
die Unternehmensführung um Chef Jens Birgersson in der Tendenz noch
mehr zu. Bei Anlegern an der Börse kam das gut an.
ROUNDUP: Geringe Schäden und Fonds bescheren Allianz Rekord - Aktie
verliert
MÜNCHEN - Geringe Katastrophenschäden sowie glänzende Geschäfte mit
Investmentfonds haben der Allianz im zweiten Quartal
ein Rekordergebnis beschert. Der operative Gewinn kletterte im
Jahresvergleich um fast elf Prozent auf knapp 4,9 Milliarden Euro.
Vorstandschef Oliver Bäte sieht den Konzern damit auf Kurs zu seinem
operativen Jahresgewinnziel von 16,4 bis 18,4 Milliarden Euro.
Anheben wollte er seine Prognose aber nicht, obwohl nach den ersten
Monaten schon ein Rekord von 9,4 Milliarden zu Buche steht.
Entsprechend mau fiel die Kursreaktion an der Börse aus.
Thyssenkrupp-Werkstoffsparte 'TK Accelis' wird selbstständig
ESSEN - Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der
Thyssenkrupp AG haben Aktionärsvertreter der
geplanten Verselbstständigung der Werkstoffsparte TK Accelis mit
anschließender Börsennotierung zugestimmt. "Es ist der richtige,
konsequente nächste Schritt in der Neuaufstellung des
Thyssenkrupp-Konzerns", sagte Marc Tüngler von der Deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.
Termin für US-Vergleichsanhörung Bayer/Glyphosat auf 14.09.
verschoben
LEVERKUSEN - Der Termin für eine wichtige gerichtliche Anhörung zur
Beilegung von Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten zwischen Bayer
und verschiedenen Klägern in den USA ist auf den 14.
September verschoben worden. Das teilte das Unternehmen am
Donnerstagabend mit. Zuvor hatten die Leverkusener und die Anwälte
der Klägerseite beim zuständigen Gericht in Missouri gemeinsam
beantragt, die Anhörung zur finalen Genehmigung des Sammelvergleichs
auf den 10. September oder einen späteren Termin zu verlegen. Durch
die Verschiebung hätten die Parteien und der Verwalter des Programms
mehr Zeit, Widerrufsanträge zu sogenannten Opt-outs zu bearbeiten,
die nach der Entscheidung des Supreme Court eingegangen sind, wie es
zur Begründung hieß. Auch die Frage der Gültigkeit einiger Opt-outs
könne so vorab geklärt werden.
ROUNDUP: Porsche SE fordert rasche Entscheidung zu VW-Sparplänen
STUTTGART - Im Ringen um den Sparkurs bei Volkswagen
fordert der Großaktionär Porsche SE eine schnelle
Einigung über Stellenabbau und Werksschließungen. Der Vorstandschef
der Holding der Familien Porsche und Piëch, Hans Dieter Pötsch,
sagte in Stuttgart: "Der Volkswagen-Konzern steht an einem
historischen Wendepunkt. Bei den jetzt anstehenden Entscheidungen
geht es um die Zukunft von Volkswagen."
ROUNDUP: Generali verdient mehr als gedacht - Aktie legt zu
TRIEST - Der italienische Versicherer Generali hat
seinen Gewinn im zweiten Quartal dank guter Geschäfte in allen
Segmenten deutlich gesteigert. Der operative Gewinn wuchs um knapp
15 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro und damit stärker als von
Analysten im Schnitt erwartet. Konzernchef Philippe Donnet sieht den
Konzern damit auf Kurs zu seinem mittelfristigen Gewinnziel und
kündigte einen Aktienrückkauf über bis zu 500 Millionen Euro an.
US-Aufseher lassen gut 470 Boeing-Flugzeuge auf Risse prüfen
WASHINGTON - Die US-Luftfahrtaufsicht FAA lässt rund 470 Flugzeuge
des Typs Boeing 737 Max auf Risse rund um Türen
prüfen. Ein Boeing-Sprecher sagte dem "Wall Street Journal", das
Problem sei in den vergangenen Jahren beim Vorläufer 737 Next
Generation aufgetreten. Bei der Max-Flotte seien die Risse zwar
bisher nicht beobachtet worden - aber da Konstruktion und
Produktionsverfahren bei ihnen in diesem Bereich ähnlich seien, habe
man die Inspektionen auf sie ausgeweitet.
Meta soll 567 Millionen Dollar in Fonds für Kinder zahlen
ALBUQUERQUE - Der Facebook-Konzern Meta soll nach
einer Gerichtsentscheidung im US-Bundesstaat New Mexico mehr als
eine halbe Milliarde Dollar für Hilfen an Kinder zahlen, die durch
Nutzung sozialer Medien Schaden genommen haben. Zudem müssen in dem
Bundesstaat zusätzliche Einschränkungen für Nutzer im Alter unter 18
Jahren eingeführt werden: Unter anderem sollen sie bei Facebook und
Instagram maximal 90 Stunden pro Woche verbringen können. Meta will
in Berufung gehen.