Wiener Börse - ATX fällt nach Rekordserie / Gewinnmitnahmen am Ende einer starken Woche
Nach drei Rekordtagen in Folge haben die Anleger am Wiener Aktienmarkt am Freitag auf die Bremse getreten. Der ATX schloss um 1,36 Prozent tiefer auf 6.652,73 Punkten, nachdem der heimische Leitindex tags zuvor noch bei 6.780 Einheiten ein Rekordhoch markiert hatte. Der ATX Prime verlor 1,31 Prozent auf 3.277,74 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich dagegen überwiegend freundlich.
Über die gesamte Woche hinweg steht für den ATX dennoch ein ansehnliches Plus von drei Prozent zu Buche - vor allem dank der starken Bankaktien, die unter anderem von positiven Analystenstimmen zu den jüngsten Quartalszahlen profitierten. Auch am Freitag gaben die Titel der Branche den Ton an - angesichts von Gewinnmitnahmen jedoch mit umgekehrtem Vorzeichen.
Der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung hinterließ hierzulande keine nachhaltigen Spuren, obwohl er die Sorgen vor steigenden US-Leitzinsen dämpfte. Die Zahl der Beschäftigten in den USA sank im Juli überraschend, die Vormonatswerte wurden nach unten revidiert, und auch das Lohnwachstum blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück. "Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli war in nahezu allen Belangen enttäuschend", schrieb LBBW-Ökonom Dirk Chlench. Er rechnet damit, dass die Fed 2026 keine weitere Zinsanhebung mehr vornehmen wird.
spa/mik
ISIN AT0000999982