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ROUNDUP: Höhere Nachfrage treibt Schott Pharma an - Quartal besser als gedacht

Bei Schott Pharma haben die Geschäfte zuletzt Fahrt aufgenommen. In den drei Monaten bis Ende Juni verzeichnete der Pharmazulieferer über das gesamte Portfolio hinweg eine höhere Nachfrage und damit ein unerwartet starkes drittes Geschäftsquartal. Konzernchef Christian Mias bestätigte daher zur Vorlage endgültiger Zahlen am Mittwoch die bereits im Juli angehobenen Jahresziele. An der Börse ging es am Mittwoch aber abwärts. Nach dem starken Lauf der Aktie nahmen Anleger Gewinne mit.

RBC-Experte Charles Weston hatte generell nicht mit einer starken Kursreaktion gerechnet, denn die finalen Kennziffern hätten die starken Eckdaten bestätigt.

Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 281,8 Millionen Euro. Währungsbereinigt legte er um 8,3 Prozent zu, damit lag das Wachstum deutlich höher als im ersten Halbjahr.

Allerdings sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Quartal um knapp 9 Prozent auf 75,5 Millionen Euro. Grund war die geringere Auslastung bei Polymerspritzen wegen der gesunkenen Nachfrage nach mRNA-Impfstoffen. Zudem waren in dem Geschäftsbereich zuletzt Mehrkosten im Zusammenhang mit Infrastruktur- und Prozessoptimierungen in der Produktion angefallen. Unter dem Strich ging der Überschuss von 45,6 auf 39 Millionen Euro zurück. Analysten hatten aber mit noch stärkeren Einbußen gerechnet.

James Vane-Tempest vom Analysehaus Jefferies wies zudem auf eine starke Erholung bei Polymerspritzen außerhalb des mRNA-Impfstoffbereichs sowie bei Glasspritzen für GLP-1-Abnehmmittel hin.

Das im SDax notierte Papier verlor zuletzt gut ein Prozent auf 22,15 Euro. Seit dem Jahrestief Mitte März bei 12,62 Euro hat der Kurs aber noch fast vier Fünftel an Wert gewonnen. Knapp 50 Prozent beträgt auch der Zuwachs seit dem Jahreswechsel. Auftrieb erhielt das Papier insbesondere nach der Prognoseerhöhung im Juli.

Auf Sicht von zwölf Monaten steht die Aktie aber noch rund sieben Prozent im Minus. Noch im Dezember hatte das Unternehmen wegen träger Nachfrage bei Glasspritzen seine Mittelfristziele gekürzt und eine verhaltene Entwicklung für 2026 vorausgesagt. Die Aktie war in der Folge auf ein Rekordtief gefallen.

Inzwischen haben sich die Aussichten wegen der guten Geschäftsentwicklung wieder aufgehellt. Zudem haben die Mainzer die Probleme mit einem wichtigen Kunden für Glasspritzen gelöst, die Ursache der Gewinnwarnung im Dezember waren. So wurden etwa bestimmte Ausgleichskomponenten vereinbart.

Der seit Anfang Mai amtierende Konzernchef Mias erwartet deshalb neuerdings ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent für das noch bis Ende September laufende Geschäftsjahr. Die Ebitda-Marge werde statt rund 27 Prozent bei 27 bis 28 Prozent erwartet. Im dritten Quartal hatte die Profitabilität bei 26,8 Prozent gelegen - nach 32,3 Prozent ein Jahr zuvor./tav/err/jha/

 ISIN  DE000A3ENQ51

AXC0163 2026-08-12/11:47

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