ROUNDUP: Höhere Nachfrage treibt Schott Pharma an - Quartal besser als gedacht
Bei Schott Pharma
RBC-Experte Charles Weston hatte generell nicht mit einer starken Kursreaktion gerechnet, denn die finalen Kennziffern hätten die starken Eckdaten bestätigt.
Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 281,8 Millionen Euro. Währungsbereinigt legte er um 8,3 Prozent zu, damit lag das Wachstum deutlich höher als im ersten Halbjahr.
Allerdings sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Quartal um knapp 9 Prozent auf 75,5 Millionen Euro. Grund war die geringere Auslastung bei Polymerspritzen wegen der gesunkenen Nachfrage nach mRNA-Impfstoffen. Zudem waren in dem Geschäftsbereich zuletzt Mehrkosten im Zusammenhang mit Infrastruktur- und Prozessoptimierungen in der Produktion angefallen. Unter dem Strich ging der Überschuss von 45,6 auf 39 Millionen Euro zurück. Analysten hatten aber mit noch stärkeren Einbußen gerechnet.
James Vane-Tempest vom Analysehaus Jefferies wies zudem auf eine starke Erholung bei Polymerspritzen außerhalb des mRNA-Impfstoffbereichs sowie bei Glasspritzen für GLP-1-Abnehmmittel hin.
Das im SDax
Auf Sicht von zwölf Monaten steht die Aktie aber noch rund sieben Prozent im Minus. Noch im Dezember hatte das Unternehmen wegen träger Nachfrage bei Glasspritzen seine Mittelfristziele gekürzt und eine verhaltene Entwicklung für 2026 vorausgesagt. Die Aktie war in der Folge auf ein Rekordtief gefallen.
Inzwischen haben sich die Aussichten wegen der guten Geschäftsentwicklung wieder aufgehellt. Zudem haben die Mainzer die Probleme mit einem wichtigen Kunden für Glasspritzen gelöst, die Ursache der Gewinnwarnung im Dezember waren. So wurden etwa bestimmte Ausgleichskomponenten vereinbart.
Der seit Anfang Mai amtierende Konzernchef Mias erwartet deshalb neuerdings ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent für das noch bis Ende September laufende Geschäftsjahr. Die Ebitda-Marge werde statt rund 27 Prozent bei 27 bis 28 Prozent erwartet. Im dritten Quartal hatte die Profitabilität bei 26,8 Prozent gelegen - nach 32,3 Prozent ein Jahr zuvor./tav/err/jha/
ISIN DE000A3ENQ51
AXC0163 2026-08-12/11:47
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