Eon-Chef sieht große Gefahr durch Drohnen-Angriffe auf Energieinfrastruktur
In der Debatte um Drohnen-Abwehr warnt Eon
"Wir schaffen es in Deutschland zurzeit nicht, die Flughäfen zu sichern, und nicht mal die großen wenigen Flughäfen. Wie sollte ich Ihnen jetzt sagen, dass wir aber unsere vielen hundert verteilten Verteilnetzpunkte alle unter Kontrolle haben? Das ist natürlich nicht der Fall", sagte Birnbaum. In der vergangenen Woche war eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt worden.
"Eon arbeitet seit Jahren daran, die physische Absicherung der Anlagen zu verbessern", sagte Birnbaum. Bei Drohnen sei der Fortschritt aber so schnell und groß, dass ein vollständiger Schutz derzeit nicht gewährleistet sei. "Wir können sicherstellen, dass es nicht einfach ist, aber wir können nicht sicherstellen, dass es unmöglich ist, uns anzugreifen." Weiterhin sei es wichtig sich darauf vorzubereiten, dass nach einer gegebenenfalls erfolgreichen Attacke, die Versorgung schnell wieder hergestellt werde.
Der Chef des Dax
"Deutschland, Europa muss da flächendeckend besser werden", sagte Birnbaum. Dies sieht er als staatliche Aufgabe. "Wir werden unseren Beitrag zu dieser staatlichen Aufgabe tun, aber wir können es nicht ersetzen, wenn der Staat es nicht gewährleisten kann."
Eon ist Deutschlands größter Stromversorger und -netzbetreiber. Der Konzern zählt im Heimatmarkt rund zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Erdgaskunden. Mit rund 700.000 Kilometern Leitungslänge gehört fast ein Drittel des deutschen Strom-Verteilnetzes dem Essener Konzern./lew/tob/err/jha/
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