dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 13.08.2026 - 17.00 Uhr
USA: Anstieg der Erzeugerpreise verlangsamt sich erneut
WASHINGTON - In den USA hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise stärker als erwartet verlangsamt. Die Preise, die Hersteller für ihre Waren verlangen, legten im Juli im Jahresvergleich um 4,7 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Rate von 4,9 Prozent gerechnet.
USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen überraschend stark
WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark gestiegen. In der vergangenen Woche wurden 209.000 Hilfsanträge gestellt, was einem Zuwachs um 9.000 entspricht, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit 202.000 Anträgen gerechnet. Damit liegt die Zahl erstmals seit vier Wochen wieder über der Marke von 200.000.
EZB: Automatisierung darf Bargeld nicht verdrängen
FRANKFURT - Einzelhandel, Restaurants, Hotels: 92 Prozent aller Unternehmen im Euroraum akzeptieren Bargeld. Allerdings gibt es einen Trend zu bargeldlosen Bezahlmethoden, wie eine Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) ergab - und das sieht die Notenbank nicht nur positiv.
Institut: Europa baut Hilfe für die Ukraine aus
KIEL - Europa hat seine Hilfe für die von Russland angegriffene Ukraine zuletzt ausgebaut. Im Mai und Juni belief sich die Unterstützung auf rund elf Milliarden Euro, wie der Ukraine-Support-Tracker des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel zeigt. In den Vormonaten März und April beliefen sich die Hilfen insgesamt auf knapp 6,7 Milliarden Euro.
Eurozone: Industrieproduktion stagniert wie erwartet
LUXEMBURG - Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Juni stabil geblieben. Im Vergleich zum Vormonat habe die Fertigung stagniert, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten dies im Schnitt erwartet.
Bundesbank: Zuschlag für neue Zentrale bis Ende 2027
FRANKFURT - Auf der Suche nach einer neuen Zentrale geht die Deutsche Bundesbank den nächsten Schritt: Die Notenbank hat eine europaweite Ausschreibung gestartet, bei der sie anschließend mit Bewerbern über deren Angebote verhandeln will. Angestrebt sei, bis Ende 2027 den Zuschlag zu erteilen, teilte die Bundesbank mit.
Experten warnen: Pleitewelle hält bis mindestens 2027 an
NEUSS/FRANKFURT - Bei den Firmenpleiten in Deutschland ist nach Einschätzung von Experten voraussichtlich bis Mitte 2027 nicht mit Entspannung zu rechnen. "Wir prognostizieren, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bis zum Jahresende weiter konstant ansteigen wird", sagte der Leiter der Wirtschaftsforschung der Auskunftei Creditreform, Patrik-Ludwig Hantzsch, der "Bild"-Zeitung (Donnerstag).
Britische Wirtschaft verliert an Fahrt
LONDON - Die britische Wirtschaft hat im Frühjahr an Fahrt verloren. Im zweiten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal nur noch um 0,4 Prozent gestiegen, wie das Statistikamt ONS am Donnerstag in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet. Zu Beginn des Jahres war die zweitgrößte europäische Volkswirtschaft noch um 0,6 Prozent gewachsen.
ROUNDUP: Schneider dringt auf Grundgesetzänderung für Hitzeschutz
BERLIN - Bundesumweltminister Carsten Schneider hat seine Forderung nach einer Grundgesetzänderung für mehr Handlungsspielraum des Bundes beim Hitzeschutz erneuert. Im ARD-"Morgenmagazin" erklärte der SPD-Politiker, er könne Kommunen zwar in Einzelfällen helfen, etwa durch die Bezahlung von Klimaanpassungsmanagern. Zur Umsetzung der Maßnahmen, wie dem Schaffen von schattigen Plätzen oder dem Aufbrechen der Versiegelung in Städten, sagte er aber: "All das sind Aufgaben, die ich bisher per Grundgesetz ausgeschlossen nicht finanzieren darf, nur mit groben Brücken."
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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AXC0330 2026-08-13/17:05