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AKTIE IM FOKUS: Volkswagen-Anleger stehen vor Betriebsversammlung auf der Bremse

In den Vorzugsaktien von Volkswagen ist momentan kein Aufbäumen erkennbar. Zum Wochenstart vor dem Beginn einer Reihe von Betriebsversammlungen gaben die Papiere des Wolfsburger Autobauers zuletzt um 1,9 Prozent auf 73,58 Euro nach. Im kaum veränderten Dax waren sie damit das Schlusslicht, und sie zählen auch seit Jahresbeginn mit einem Abschlag von rund 29 Prozent zu den größten Verlierern.

Schlechter stehen mit einem Minus von über 37 Prozent im Jahr 2026 nur die Aktien von BMW da, dem wie Volkswagen ebenfalls die Konkurrenz aus China zusetzt. Zum Vergleich: Der europäische Autosektor verzeichnet seit Jahresbeginn Einbußen von rund 15 Prozent.

Im Volkswagen-Konzern ist die Stimmung derzeit schlecht. Vorstandschef Oliver Blume beschrieb kurz vor den Betriebsversammlungen eine angespannte Situation für den größten Autobauer Europas. "Die Lage ist mehr als kritisch", sagte Blume in einem Interview, das im Intranet des Unternehmens veröffentlicht wurde und der dpa vorliegt. Weitere Einsparungen stehen an. "Wir sind überdimensioniert. Das macht uns oft zu langsam und zu kompliziert", so Blume.

Branchenexperte Patrick Hummel von der Schweizer Bank UBS rechnet mit Blick auf die Gespräche über Kostensenkungen mit einigen Turbulenzen. Hummel sieht im weltweiten Aufstieg chinesischer Automobilbauer auch im Jahr 2026 die größte Herausforderung für europäische Automobilhersteller und Zulieferer und rechnet nach BMW mit einem erhöhten Risiko von Gewinnwarnungen deutscher Hersteller aufgrund von Restrukturierungskosten. Der rasant steigende Marktanteil chinesischer Hersteller in Europa berge Gefahren für die Massenproduzenten in Europa.

Zu den chinesischen Herstellern mit Marktpräsenz in Europa zählen beispielsweise Leapmotor, Chery, BYD und SAIC. 2027 dürften dann die E-Autos des chinesischen Elektronikkonzerns Xiaomi hinzukommen./ajx/ag/mis

 ISIN  DE0007664039

AXC0090 2026-08-24/11:43

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